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Samstag, 30. Dezember 2017

Mein Jahrsrückblick 2017

It's over - My 2017
In den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester wissen wir, dass das Jahr bald vorbei ist und ein neues Kapitel beginnt. Ganze 365 Tage um neue Geschichten zu schreiben, um zu wachsen, um die Welt zu entdecken und Erinnerungen zu schaffen. In den letzten Tagen des Jahres lasse ich mich weniger draußen blicken, unternehme nicht mehr gerne etwas und rede weniger. Ich stehe irgenndwie neben mir. Ich bin erschöpft vom vergangenen Jahr und voller Tatendrang um in das neue zu starten. Aber genau die Tage nutze ich auch einfach unwahrscheinlich gerne um das Jahr revue passieren zu lassen.

geschaut
Grand Hotel, Pretty Little Liars, Orange is the new black, How to get away with Murder, Riverdale, Atypical, Tote Mädchen lügen nicht, White Gold und The Sinner

gereist
dieses Jahr ging es für mich wieder für zwei Wochen in das Land meines Herzens. Bella Italia. Es gibt kein Land welches mich mit seinen Kulturen und Speisen mehr reizt als Italien. Ich spürte das erste Mal Fernweh und eine innerliche Erleichterung als ich am Aussichtspunkt den Blick über den Gardasee genoss.

  
getanzt 
nächtelang habe ich durchgetanzt, mich frei gefühlt und einfach das getan was meine Seele gebraucht hat. Getanzt habe ich auch zu Paul Kalkbrenner. Live. Im Sonnenuntergang. Somit habe ich mir einen meiner größten Herzenwünsche erfüllt. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Das glücklichste Lächeln im Gesicht der vergangenen Monate und habe mich so frei wie lange nicht mehr gefühlt. Danke!

gefühlt
alles was im Leben passiert hat einen Sinn! Und das habe ich in diesem Jahr ganz besonders zu spüren bekommen. Ich darf meine absolute Wunschausbildung absolvieren und kann dem Schicksal gar nicht genug dafür danken. Außerdem habe ich mich für einen Moment alt gefühlt, als meine Schwester plötzlich die Volljährigkeit feierte, mich das erste Mal mit ihrem eigenen Auto abholte und ihr Abschlusszeugnis der Schule in der Hand hielt. Sie wurde doch gestern erst geboren?

  
vernachlässigt 
habe ich definitiv meinen Blog und das damit verbundene Schreiben. Ich habe es immer vor mir her geschoben, dachte nicht daran meine Gedanken niederzuschreiben und bereue es nun.

gesehen
natürlich durfte das Casper Konzert nicht fehlen. Seit 3 Jahren fahren wir zu dritt immer auf ein Konzert von ihm und immer wieder ist seine Musik genau treffend auf das Leben! Genetikk durfte ich dieses Jahr auch endlich das erste Mal live sehen. Künstler wie Timmy Trumpet, Paul Kalkbrenner, Ostblockschlampen, Neelix, Hardwell und viele mehr habe ich auf dem Airbeat One gesehen.

  
vermisst
den Sommer, einen richtigen schönen Sommer. Mein Balkon wurde in diesem Sommer kaum genutzt, keine einzigen lauen Sommerabende konnte ich draußen verbringen. Meine extra gepflanzten Blumen sind vom ganzen Regen ertrunken und allgemein fehlte mir das magische Feeling welches man gerade in der Sommerzeit in seinem Herzen trägt.

gejammert
über viel zu viel Migräne und die damit verbundene Bettpflicht. Seitdem ich es dann aber mit Magnesium probiert habe und auch Vitamin D Tabletten zu mir nehme, habe ich meine Migräne-Anfälle in den Griff bekommen.

  
gemerkt
..manchmal muss man einfach auf sein Herz hören, auch wenn der Kopf ganz genau weiß, dass das ein ganz steiniger und schwieriger Weg wird. Das Herz weiß aber, dass es sich lohnen wird. Ich merkte also, dass ich in einer Sache ganz fest auf mein Herz hören muss. Ich musste lernen meinen Kopf aufzuschalten und mich durch ihn nicht beeinflussen zu lassen. Manchmal macht der Kopf ganz eigenartige Dinge. Lässt dich falsch handeln und bereuen. Aber genau hier muss ich nun auf mein Herz hören. Ich schaff das!

gefreut
ich bin nach genau 4 1/2 Jahren und vielen Komplikationen endlich meine feste Zahnspange los UND ich habe nach langer Suche endlich das passende Brillengestell für mich gefunden welches ich wirklich gerne trage. Außerdem habe ich mich über mein neues Auto gefreut, welches ich mir direkt am 5. Januar gekauft habe.


..und was ich mir für 2018 vornehme? 
Ich bin ein Mensch der sich keine guten Vorsätze für das neue Jahr nimmt. Im Endeffekt hält man sich sowieso nicht dran, vielleicht die ersten paar Wochen, aber dann hat sich das mit den guten Vorsätzen auch wieder erledigt. Ich möchte am Ende des Jahres nicht auf das Jahr zurück schauen und sagen ,,hey, deine guten Vorsätze hast du nicht eingehalten". Für 2018 nehme ich mir dennoch eine ganz bestimmte Sache vor. Ich möchte meine Kamera wieder öfter in der Hand haben, Erinnerungen schaffen und meinen Ordner auf der Festplatte für das Jahr mit vielen schönen Fotos füllen. 2017 war das erste Jahr indem ich kaum Fotos gemacht habe und es gerade jetzt am Ende bereue. Ich habe nur die Erinnerungen in meinem Kopf, die langsam verblassen. Keine Bilder,  keine Videos an denen ich mich orientieren kann.
Sonntag, 24. Dezember 2017

Amber and John - P.S. Ich liebe Dich! #1

Amber ist gerade 16 Jahre alt als sie die Schule wechselt und einen Neuanfang sucht um neue Freundschaften zu schließen und das alte Leben hinter sich zu lassen. Amber hat das große Glück nicht die einzige neue Schülerin in der Klasse zu sein. Es haben noch ein paar andere zum zweiten Halbjahr der 9. Klasse die Schule gewechselt. ,,Das ist die Chance neue Freunde kennenzulernen und einen Neustart zu beginnen." kreist es durch Ambers Kopf.
Und es passiert wirklich. Nach ein paar vergangenen Schulwochen beginnt Amber zu einem jungen Mädchen eine Freundschaft aufzubauen. Evy ist 1 Jahr jünger als Amber.

,,Das ist John. John interessiert sich für mich. Ich finde ihn aber nur auf freundschaftlicher Basis nett und außerdem hat er Geld. Vielleicht sollte ich mir das doch nochmal besser überlegen ob ich ihn nicht näher Kennenlernen möchte." flüsterte Evy mir in mein Ohr als wir gerade Mathe hatten. Voller Freude zeigte Evy mir ein Bild von John. Gut sieht er aus. Scheint ein netter Junge zu sein. ,,Meinst du nicht, dass es egal ist ob jemand Geld hat oder nicht?" fragte ich Evy. Als Antwort bekam ich ein müdes Schulterzucken.



Ich durfte mir Wochenlang irgendwelche Storys über John anhören und verstand nicht, wie man einen Menschen offensichtlich Hoffnung machen konnte aber tief im Herzen nichts für diese eine Person übrig hat. Ich bin Amber, 16 Jahre alt und habe ein viel zu großes Herz als dass ich das einfach so an mir vorbeiziehen lassen kann.

In den folgenden Monaten hatte ich das große Glück John persönlich kennenzulernen. Evy und ich wollten raus, wollten unsere Jugend auskosten und gingen in den Club der bei uns in der Nähe neu eröffnet hat. ,,Amber, da drüben, da ist John. Los, lass uns hin" - ,,Ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist, Evy. Lass uns doch lieber ..." und schon packte Evy mich an meinem Arm und zog mich mit zu John. ,,Evy, ich weiß wirklich nicht was wir da wollen. Lass uns doch lieber etwas trinken gehen und dann tanzen." Aus mir sprach die Unsicherheit. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die gerne neue Bekanntschaften schließen. Evy hört nicht auf mich. Sie zieht ihr Ding durch und hält mich immernoch fest am Arm. Ich werde einmal über die ganze Tanzfläche gezogen, rempel jeden Gast einmal an und stolpere fast über meine eigenen Füße. ,,Hey John! Das ist Amber. Amber, das ist John" Ich erzwinge mir ein schüchternes Lächeln über die Lippen.


Am nächsten Morgen liege ich in meinem Bett und bin erstaunt über mich selbst. Ich habe mich die ganze Nacht mit John und seinen Freunden unterhalten. Evy habe ich irgendwann in der Menschenmenge verloren und war praktisch gezwungen mich bei den neuen Bekanntschaften aufzuhalten. Alleine wollte ich nicht im Club stehen. Als ich mit müden Augen aber einem zufriedenen Gesichtsausdruck mein Handy in die Hand nahm und gesehen habe, dass mir John geschrieben hat, war ich etwas erschrocken. Wie wird Amber reagieren? Soll ich ihr das überhaupt erzählen? Ich atme tief ein und wieder aus. Ich öffne das Chatfenster. ,,Hey, hat mich gefreut dich kennenzulernen. Bist du denn noch gut nach Hause gekommen?" Wir kamen ins Gespräch, tauschten unsere Nummern aus..

6 Monate später 

John und ich schrieben immernoch. Die Freundschaft zu Evy hat sich gelöst. Nicht wegen John. Wir verstanden uns nicht gut, haben andere Ansichten gehabt. Andere Einstellungen. Ich bin Amber, 16 Jahre alt und habe ein viel zu großes Herz. Ich erzählte John von Evys Einstellung. Die Einstellung zu seinem Geld. Zu seiner Familie. Zu seinem Leben und ich erzählte John auch, dass ich wieder mit meinem ex Freund zusammen bin und er mir bitte nicht böse sein soll, wenn ich den Kontakt zu ihm runterfahre. ..Ich bin Amber, 16 Jahre alt, habe ein viel zu großes Herz und habe gerade den wohl größten Fehler in meinem jungen Leben gemacht.


Freitag, 2. Juni 2017

Ich fühle mich wackelig auf den Beinen.


 9 Monate, 1 Woche und 4 Tage oder auch 284 Tage.

Ich fühle mich noch etwas wackelig auf meinen Beinen. Ähnlich wie ein frischgeborenes Rehkitz. Kriege die Koordination noch nicht hin. Stolpere über kleine Steine. Ich setze ein Fuß vor den anderen. Suche Koordination, finde sie und behalte sie. Ich werde von Schritt zu Schritt sicherer.

Ich sammel jeden Stein, der meinen Weg kreuzt, auf. Ich stolpere nicht. Ich nehme jeden Stein mit und versuche etwas schönes daraus zu bauen. Ich ermutige mich selber. Ich besitze diese Stärke um mich selbst zu befreien. Ich weiß, welchen Rhythmus ich gehen muss um frei zu sein. Ich ganz alleine gebe das Tempo an und setze ein Fuß vor den anderen.

"Ich habe es geschafft" höre ich in meinem Gedankenfluss. Und es fühlt sich gut an. Wirklich.
Sonntag, 2. Oktober 2016

In meiner Welt ist alles heile!

Nun ist es 36 Tage her und ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht jeden einzelnen Tag zähle und mich Abends bedanke, dass ich wieder einen Tag geschafft habe. Manchmal mit Tränen, manchmal ohne Tränen. Ich fühle mich schrecklich einsam obwohl ich fast immer unter Leuten bin. Ich fühle mich schrecklich einsam wenn ich am Abend in meinem Bett liege, den Wind draußen durch die Äste wehen höre und in meinen Gedanken versinke. Ich fühle mich jede Nacht schrecklich einsam wenn ich aufschrecke, weil ich mal wieder schlecht geträumt habe. Meine schlechten Träume sind in den letzten 36 Tagen so normal für mich geworden wie das Atmen. Ich fühle mich schrecklich einsam wenn ich nach dem Feierabend meine Haustür aufschließe und sie hinter mir schließe. Ich fühle mich schrecklich einsam wenn ich morgens alleine an meinem Tisch sitze und frühstücke. Ich fühle mich auch schrecklich einsam wenn ich in der Küche stehe, mich umdrehe und jemanden suche zum Fragen ,,was möchtest du heute essen?".

36 Tage ist es nun her. In all den Jahren habe ich einen Weg gefunden mich nicht zu verlieren und an mich zu denken. Das klappt eigentlich gut. Doch manchmal tauche ich ab. Ich tauche ab in meine kleine Welt. In meiner Welt ist nämlich alles heile. Die Realität war eigentlich nur ein böser Traum. Meine heile Welt ist meine ganz eigene Realität. So wünsche ich es mir. In all den Jahren habe ich es gelernt meine Maske abzulegen und so zu sein wie ich bin. 36 Tage ist es nun her. 36 Tage in denen ich mich anstrengen muss mein gelerntes umzusetzen und nicht wieder meine Maske aufzusetzen. Meine Maske hat Urlaub. Urlaub für immer. Sie ist existiert nur noch auf meinem Oberarm und in meiner Vergangenheit. 36 Tage kämpfe ich mit mir selbst. Jeden Tag aufs neue stehen wir im Ring. Manchmal bin ich stärker. Manchmal ist mein Kopf auch stärker. Oder mein Herz. Ich weiß es nicht. Manchmal habe ich Tage an denen ich zerbrechen möchte. Ich fühle mich so schrecklich einsam. Verloren. Hilflos. Mir erscheint alles grau. Die ganze Welt. In meiner Welt ist alles heile.
Mittwoch, 22. Juni 2016

Die Melodie des Lebens

Manchmal ist sie fröhlich, leicht oder lebendig. Manchmal traurig oder depressiv. Mal laut, mal leise, mal langsam, mal schnell. Jeder Mensch wird sein Leben lang von einer Melodie begleitet. Selten ist es immer die Gleiche, meistens wandelt sich der Klang von Zeit zu Zeit. Wird langsamer, ruhiger, vielleicht auch melancholisch, um dann kurze Zeit später wieder lebendig zu werden, Dich zum tanzen zu bringen. Nicht immer, aber oft hat man es selbst in der Hand, wie seine Melodie klingt. Denn egal wie schwierig oder traurig eine Situation auch sein mag, man hat es selbst in der Hand, das  Beste darauf zu machen. Etwas zu verändern. Und wenn es manchmal auch nur die eigene Denkweise ist.

Ich selbst habe mich für eine fröhliche Melodie entschieden. Das war aber nicht immer so. Und so einfach wie es klingt, war es auch nicht. Denn lange Zeit war es anders. Erschien es mir unmöglich die melancholische Ballade, mit einem depressiven Hauch, die im Hintergrund in einer Endlosschleife ablief, abzuschütteln und mich davon frei zu machen. Ich war einsam und traurig und konnte meine eigene Gesellschaft oft kaum ertragen. Ich kapselte mich ab und gab mich meinem Selbstmitleid hin. Versteckte mich hinter einer Fassade, die den Anschein erweckte, alles sei gut. Da war ich Profi drin. Bis ich verstanden habe, dass das Glück nicht einfach auf der Straße liegt oder mir zuläuft. Man muss sich aufraffen und danach suchen!


Alles geht den Bach runter
Einfach danach suchen ist unmöglich? Du sagst Dir gerade, dass Du eh vom Pech verfolgt wirst und deshalb niemals glücklich sein kannst? Vielleicht hast Du gerade Deinen Job verloren und bist deswegen entmutigt. Oder du fühlst Dich einsam, weil es für Dich scheinbar einfach nicht den passenden Deckel gibt. Oder Dein Herz hängt an Menschen, die Dich immer wieder runterziehen, anstatt Dich aufzubauen. Es gibt so viele Situationen, die Dich glauben machen, alles sei aussichtslos. Manchmal ist man selbst schuld, manchmal sind es die anderen. Oft sogar hat niemand die Schuld. Und es bringt auch nichts, nach einem Schuldigen zu suchen. Du solltest viel mehr nach etwas suchen, dass Dich aufbaut, Dir neue Kraft schenkt. Etwas, das Deinem Leben einen neuen Klang verleiht.

Die Sonne scheint zwar nicht immer
Dafür sorgen oft die Einflüsse des Alltags. Nicht selten ist man einfach nur müde und gestresst. manchmal kommen auch negative Gedanken in mir hoch. Gedanken an Fehler, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, auch wenn ich wünschte, es wäre anders. Gedanken, an liebe Menschen, die nicht mehr da sind. Freundschaften, die in die Brüche gingen, oft wegen Kleinigkeiten. An Dinge die man verloren hat, unwiederbringlich. Ja, solche Tage gibt es immer wieder. Aber ich lasse mich nicht mehr von solchen Gedanken gefangen halten, reiße mich schnell von ihnen los und erfreue mich statt dessen lieber an den vielen kleinen Dingen, die einen wieder zum Lachen bringen. Eine liebevolle Umarmung oder einem Abendhimmel.
Mittwoch, 1. Juni 2016

People: Welches Päckchen trägst du mit dir?

Es gibt genügend Menschen in unserem Umkreis die mit einer psychischen Krankheit leben oder mit anderen Problemen/Einschränkungen. Für die Gesellschaft ist es oftmals noch ein Tabu Thema darüber zu reden. Für mich schon lange nicht mehr. Wenn wir über die aktuellen Geschehnisse in der Welt reden, über die neusten Trends und den neusten Klatsch und Tratsch können wir doch auch über wirklich wichtige Themen reden? Heute möchte ich euch von Madina erzählen. Madina hat ebenfalls ein Päckchen mit sich zu tragen was sie euch heute gerne etwas näher bringen möchte.



Stelle dich doch mal vor. Wer bist du?
Hey, ich bin Madina Gold. Ich habe einen Blog namens "das grüne Haar im Essen" (klick) wo ihr Rezepte, Produkttests und Events findet die ich besuche. Bekannte kennen mich als kleine Frohnatur aber eigentlich leide ich unter schweren Depressionen und Borderline und habe mich in den vergangenen Monaten in einer Psychatrie behandeln lassen.

Man sagt "jeder hat so sein Päckchen zu tragen" Wekches ist dein Päckchen? 
Mein Päckchen ist, dass ich den Lebensmut verloren hatte. Ich hatte das Gefühl, dass mich nichts mehr in meinem Leben glücklich macht. Ich isolierte mich selbst von der Außenwelt und machte nichts mehr außer im abgedunkelten Raum rumliegen und mich in schlechten Gedanken (Suizid, Wunsch nach ewiger Ruhe) zu verrennen. Ich sagte immer, dass ich bevor ich 30 werde, tot sein will. Ich leide seit Jahren unter starken Schlafproblemen und nahm in meiner Verzweiflung alle Schlaftabletten die ich finden konnte. Ich erbrach sie alle unfreiwillig, da ich nicht wusste, dass diese ein Brechmittel beinhalten und da merkte ich, dass es so nicht weiter geht und ich Hilfe brauche.


Hast du deiner Familie/deinen Freunden von deinem Päckchen erzählt? Wie waren die Reaktionen? 
meiner Familie habe ich alles Jahre lang verschweigen können. Erst als ich in der Klinik war, traute ich erst meiner Schwester davon zu erzählen, die dann meinen Eltern vermittelte. Erst danach sprach ich mit meinen Eltern. Die Reaktion meiner Familie war sehr verständnisvoll. Sie machen sich aber auch Vorwürfe, dass ich ihnen jahrelang nichts sagte, aber es lag wirklich nicht an ihnen, dass ich so war. 

Wie gehst du in deinem Alltag damit um? Bist du sehr eingeschränkt?
 Depressionen und Borderline kann man nicht heilen, man kann nur lernen damit umzugehen. Ich versuche mich viel abzulenken in dem ich mich mit positiven Leuten umgebe und viel Sport mache. Ich werde auch in eine Tagesklinik gehen, die speziell nur für Borderliner ist um dort mehr mit dem Umgang der Krankheit zu lernen. Außerdem nehme ich Antidepressiva und Neuroleptika, bei denen ich wirklich merke, dass sie mir helfen. Trotzalledem ist der Wunsch nach ewiger Ruhe immer noch da, finde aber dass das noch warten kann, denn jetzt wo ich mein Leben mit vielen schönen Aktivitäten Fülle es endlich Spaß macht! 
Samstag, 28. Mai 2016

Kopfsache: Mein Leben, mein Weg!

Ich bin jetzt offiziell Volljährig. Zumindest in Amerika. Ich habe nicht gedacht, dass kurz nach beginn meines neuen Lebensjahr ein so großes neues Kapitel für mich beginnt. Ich hatte bis vor kurzem noch ein klares Ziel, einen klaren Weg. Mein Leben. Mein Weg. Doch plötzlich ändert sich alles Schlagartig. Mit nur einem Anruf. Ich bin jetzt stark genug. Ich bin jetzt stark genug um zu sagen, dass ich bereit für einen neuen Weg bin. Für eine neue Herausforderung. Ich besitze diese Stärke um endlich einschätzen zu können was richtig für mich ist. Was ich brauche. Und was überhaupt nicht zu mir passt und meine Persönlichkeit widerspiegelt. Mein Leben. Mein Weg. "Am Ende kommt alles anders als man denkt" sagte meine Oma mir vor ein paar Tagen am Telefon. Sie hat recht. Omas und Mütter haben immer recht. Aber ich bin nun endlich so weit um zu sagen, dass ich diesen neuen Weg einschlagen möchte. Ich möchte auf mich hören. Auf meine Gesundheit Wert legen und glücklich sein. Das hier ist mein Leben. Das hier ist ganz alleine mein Weg. Nichts und niemand sollte mich davon abhalten. Man muss an sich selbst denken. Ein bisschen Egoismus. Gesunder Egoismus.


Ich merke wie mir eine kleine Last von den Schultern fällt. Gleichzeitig kommen aber so viele Baustellen auf mich zu. Ich werde mich verändern. Nein! Ich habe mich verändert. Ich bin bereit für neue Herausforderungen und stark genug meiner Psyche einen kleinen Streich zu spielen. Ihr zu beweisen, dass sie mich schon lange nicht mehr im Griff hat. Dass ich sehr wohl stark genug geworden bin neue Herausforderungen anzunehmen und sie mit einem ruhigen Gewissen zu Meistern. Dass ich mich nicht mehr länger hinter den Depressionen verstecke. Mein Leben. Mein Weg. Ich gehe offen damit um. In meinem Umfeld wissen die meisten Menschen bescheid. Das hilft. Das hilft ungemein. Sie verstehen meine Entscheidung für einen neuen Weg total. Sie können es besser einordnen. Ich höre keine Sätze wie "die Zeit hättest du auch noch geschafft". Mein Leben. Mein Weg. Ich höre auf mich. Auf mein Wohlbefinden. Auf das was mein Bauchgefühl mir sagt. Ich konnte mich schon immer gut auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich weiß nicht wie das funktioniert. Auf sein Herz zu hören. Ich verlasse mich lieber auf mein Bauchgefühl. Ich bin bereit. Ich bin bereit für den nächsten Schritt. Mein Leben. Mein Weg.

"Bist du dir sicher, dass du das schaffst?" - "Ich habe Angst, dass du wieder in Depressionen verfällst" 
Mein Leben. Mein Weg. Ich bin mir sicher. Ich schaffe das. Und wie ich das schaffen werde. Ich habe viel gelernt. Habe gelernt meine Depressionen auszutricksen. Ihnen keinen Raum zu geben um sich auszubreiten und mein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Nein. Ich habe mein Leben nun in der Hand. Ich ganz alleine. Nicht die Depressionen. Die habe ich nämlich nun in der Hand. Wir haben die Rollen getauscht. Ich bin glücklich mit dem Rollentausch. Die Depressionen scheinbar nicht. Das ist mir egal. Mein Leben. Mein Weg. Die Depressionen werden immer ein Teil von mir bleiben. Sie werden immer zu meinem Leben gehören. Das ganze negativ sehen und als Stein in meinem Weg betrachten? Gibt es nicht! Mein Leben. Mein Weg. Die Depressionen gehören zu mir. Sie gehören zu meiner Persönlichkeit. Zu meinem Charakter. Einfach zu mir. Sie werden auch immer ein Teil von mir bleiben. Ich gehe damit offen und ehrlich um. Diese Ehrlichkeit wird geschätzt. Ich bin ausgeglichener. Entspannter. Bereit für einen neuen Weg. Bereit für eine neue Herausforderung. Es kann los gehen denn ich bin bereit.
Freitag, 20. Mai 2016

Kopfsache: Ich bin jetzt frei

Ich bin jetzt frei. Ich habe losgelassen und es tat nicht einmal weh. Warum auch? Es war meine Entscheidung. Ich habe mich bereit gefühlt. Bereit all die Dinge hinter mir zu lassen. Mich nicht mehr wie eine 80 Jährige Frau zu fühlen. Ich bin jetzt frei. Frei von all der Last. Von alle den Problemen die ich mit mir getragen habe. Es war ein langer Weg aber ich bin jetzt frei. Ich kann sagen, dass es mir gut geht ohne diese Leere zu spüren. Ohne diesen Knoten im Bauch zu haben. Ohne diese Einsamkeit und Sehnsucht. Ohne mit den Tränen kämpfen zu müssen. Ich bin jetzt frei. Ich habe all die Furcht in den Griff bekommen und mein innerliches vom Gegenteil überzeugt. Ich habe Jahrelang Ausreden und Argumente gefunden. Sie irgendwann selbst geglaubt. Wusste nicht mehr was wirklich der Wahrheit entspricht und was eine Erfindung meines Unterbewusstseins war. Ein Machtkampf. Aber ich bin jetzt frei. Frei von all der Last. Frei von all meinen Sorgen im Alltag. Ich kann das Leben nun mit anderen Augen sehen. Mit bessere. Denn ich bin frei. Ich kann morgens mit einem Lächeln aus dem Haus gehen. Ich merke wie mein Herz vor Freude hüpft und wie schön das Leben sein kann. Frei von all dieser Last. Ich fühle mich frei. Ich bin es.

Ich kann es selbst nicht glauben und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich vor mich selbst erschrecke.
Positiv.
Ich bin nach einem Jahrelangen Kampf mit mir selbst endlich dort angekommen wo ich mein kleines Ziel gesetzt habe.
Mein Hauptziel. Jetzt kann es nur noch besser werden.


Ich mache mir keine Gedanken mehr um Dinge die sowieso nicht wichtig sind. Ich bin jetzt frei. Ich verschwende meine
Zeit nicht mehr mit all den negativen Gedanken. Ich kann jetzt genießen. Gute Tage richtig erleben. Bewusst erleben. Aufnehmen und genießen. Für mich ist es keine Last mehr vor die Haustür zu gehen. Einkaufen zu fahren. Alleine durch die Stadt zu gehen. Ich bin jetzt frei. Mich interessiert es nicht mehr was andere Menschen von mir denken. Es gibt wichtigere Dinge. Mich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Das ist wichtig. Denn wenn ich das tue bin ich automatisch noch zufriedener. Das ist nicht Arrogant. Das ist gesund. Das ist gut. Ich bin jetzt frei. 


Ich kann bewusst entscheiden welcher Mensch weiterhin ein Teil meines Lebens sein soll und welcher nicht. Weil dieser Mensch mir nicht gut tut. Mich aufhält. Mich dabei stoppt mein Ziel zu erreichen. Das ist mein Leben. Kein anderer sollte bestimmen wie ich dieses zu führen habe. Ich bin jetzt frei. Ich kann nun bewusst aufpassen welche Dinge ich näher an mich ran lasse und welche nicht. Wenn mir dies nicht gelingt, denke ich an meine Vergangenheit. An die Zeit die mir so viel Last gegeben hat. Die mich eingeschränkt hat. Ängste herbei gezüchtet hat. Ich war jemand den ich selbst nicht mehr leiden konnte.

Das bin ich nicht mehr. 
Ich bin glücklich.

 Ich bin jetzt frei. 

Montag, 16. Mai 2016

Kopfsache: Das bin wirklich ich?

In der rechten Hand habe ich meinen Koffer. In der linken Hand meine Kulturtasche. Ich folge dem langen Gang. Ich sehe schon von weiten mein Auto und freue mich, dass ich der Klinik den Rücken kehren kann. Das fühlt sich gut an. Nein! Ich fühle mich gut. Ich bleibe stehen und atme tief ein. "Hallo Welt, ich bin jetzt frei. Zeige mir deine Abenteuer" denke ich mir und gehe zu meinem Auto..

Das hier war mein zweiter Klinik Aufenthalt innerhalb von 2 Jahren. Die Quote finde ich akzeptabel. Es gibt definitiv Patienten die ihr halbes Leben in diesen Kliniken verbringen. Meine Zimmernachbarin war ganze 152 Tage dort und das nicht zum ersten mal. Ein Mitpatient war 16x in der Klinik bevor er sagen konnte, dass es ihm gut geht. Ich sage mir immer wieder, dass ich nicht noch einmal hier her kommen möchte. "Alle guten Dinge sind drei" - in diesem Fall reichen mir die zwei und ich erlaube mir den Spruch nur für mich umzuwandeln: "Alle guten Dinge sind zwei".

5 Monate später 
Ich mache wahnsinnige Fortschritte. Ich erkenne mich manchmal selbst nicht wieder. Das wirft mich manchmal aus der Bahn. Es ist das ungewohnte. Wenn ich ehrlich bin, dann gefällt mir dieses "neue" Leben. Ich bin jeden Tag auf der Jagd. Auf der Jagd nach neuen Fortschritten. Ich möchte sie bewusst spüren, wahr nehmen und abspeichern. Ich habe das erste mal in meinem Leben das Gefühl von Sicherheit. Ich kenne mich und meinen Körper nun ziemlich gut und weiß wie ich verschiedene Situation einzuschätzen habe und wie ich diese am besten angehe. Ich kann Dinge gut auseinanderhalten und mich vom negativen gut distanzieren. Ich bin so viel fröhlicher, offener. Mir bringt es neuerdings Freude wenn ich neue Leute kennenlernen. Ich stehe plötzlich gerne vor einer Gruppe von Menschen und halte einen Vortrag. Ich bin selbstsicherer. Ich habe gelernt mich auf mein Wohlbefinden zu verlassen und diesem auch zu folgen. 


Manchmal liege ich auf meinem Sofa und fange an zu lächeln weil ich stolz auf mich bin und mich gleichzeitig frage ob ich das wirklich bin? Ich habe mich hier nie gesehen. Ich habe nie gedacht, dass ich einmal offen über meine Depressionen spreche und zu ihnen stehe. Ich habe nie gedacht, dass ich ohne einen Therapeuten meine Probleme selbst in die Hand nehmen kann und einen Weg finde damit umzugehen bzw. diese zu verarbeiten. Ich habe niemals gedacht, dass ich einen Anflug von meinen Depressionen selbstständig zur Seite schieben kann und ihnen keinen Raum gebe sich auszubreiten. Selbst in meinen Träumen habe ich mich nie dort gesehen wo ich heute stehe und come on, träumen tut man viel. Ich erinnere mich noch ganz genau daran wie oft ich zu meiner Mama gesagt habe, dass ich endlich glücklich sein möchte. Ich möchte mich nicht wie eine 90 jährige alte Frau fühlen sondern wie eine 20 jährige junge Frau. Und ich kann nach 7 Jahren endlich sagen: Ich fühle mich leichter und bin endlich richtig glücklich. 


"Everything will be okay in the end.
If it's not okay, it's not the end"