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Montag, 30. Mai 2016

Written: 50 erste Dates #3

..Mittlerweile haben wir ende August und die letzten warmen Tage neigen sich dem Ende zu. Heute gehe ich zusammen mit einer Freundin in unser Freiband. S. ist ein Jahr älter als ich. Sie hat eine wunderschöne Figur und schöne Brüste. S. ist viel offener als ich und lernt gerne Menschen kennen. Sie hat überhaupt kein Problem damit, auf Menschen zuzugehen. Ich im Gegenteil schon. Wir sind so unterschiedlich und dennoch führen wir eine sehr gute und enge Freundschaft. Ich habe S. alles von A. erzählt. A. wird heute auch mit ein paar von seinen Freunden im Freibad sein. Ich bin schon ganz gespannt was S. zu ihm sagen wird. S. und ich liegen in der Sonne, mitten im Freiband. Ich bin ganz aufgeregt. Kann mich nicht entspannen und ruhig liegen bleiben. Mein Blick wandert immer wieder zum Eingang und auf mein Handy Display. Bis A. endlich mit seinen Freunden kommt.

Mein Tag mit S. endet für mich mit Tränen und schlechter Launa. S. hat die ganze Zeit mit A. geredet. Sie hat zusammen mit A. und seinen Freunden viel gelacht und erzählt. Ich habe mich im Hintergrund gehalten. Ich bin viel zu schüchtern und unsicher. Als ich nachhause möchte, frage ich S. ob sie mitkommen möchte. Sie enttäuscht mich. Natürlich. Sie will noch bleiben und fährt später mit dem Zug nachhause. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Warum lässt mich eine vermeindlich so gute Freundin so sehr hängen? Am späten Abend bricht für mich eine kleine Welt zusammen und ich spüre plötzlich ein ziehen in meinem Magen. Ich kenne das Gefühl nicht. Mein Herz fängt schneller an zu schlagen. Als ich mir im sozialen Netzwerkt die neu hochgeladenen Bilder meiner Freunde anschaue, finde ich plötzlich ein Bild von A. und S. A. hat ein Eis und hält es sich zwischen die Beine. S. sitzt auf dem Boden unter S. Sie tut so als würde sie am Eis lecken. Mir schießen sofort die Tränen in die Augen. Ich habe kein einziges Bild mit ihm zusammen. Ich frage A. wie der Nachmittag im Freibad noch war. Er braucht eine Zeit bis er antwortet. "Super lustig xD S. ist echt cool draauf. Die kannst du ruhig mal öfter mitbringen" schrieb A. mir zurück. Wieder spüre ich dieses unbekannte ziehen im Magen. Mir wird plötzlich ganz heiß. Ich kenne dieses Gefühl nicht und es verunsichert mich.

Es vergehen Tage in denen ich wenig mit A. schreibe. S. dafür umso mehr. A. ist zur Zeit in Berlin auf einer Klassenfahrt. S. erzählt mit, dass er mir etwas mitbringen wird. Mir etwas mitbringen wird? Ich glaube sie möchte mich nicht verletzen. Er bringt bestimmt etwas für S. mit. Daher weiß ich nicht ob ich mich darüber freuen soll oder S. lieber fragen sollte, warum sie denn plötzlich so viel mit A. schreibt. Sie weiß doch, dass ich in ihn verliebt bin. Oder nicht? Ich habe mich doch klar und deutlich ausgedrückt..
Sonntag, 29. Mai 2016

WEEK IN SOME NOTES: KW 21 IN 2016

DAUMEN RUNTER
für die ganze Woche. Einmal bitte komplett aus dem Kalender streichen. Ich habe diese Woche jedes Gefühl mitgenommen was es nur gibt. Über Demütigung bis hin zur Erleichterung. Nicht einmal das Wetter hat so wirklich mit gespielt. Also absolut nicht der Rede wert. 

HAPPY ABOUT 
..dass die Sonne am Samstagabend sich noch gezeigt hat und ich die laue Sommerluft noch mit meinem Lieblingsmenschen bei einem langen und ausgiebigen Spaziergang genießen konnte. Ich mag das gerne, also jetzt wirklich. Ohne Lügen. Ich gehe gerne an den Sommerabenden spazieren, fange die letzten Sonnenstrahlen ein und genieße den Sonnenuntergang. Perfekt.  

DREAMING ABOUT
über meine Zukunft. Momentan mache ich mir ziemlich viele Gedanken was ich in meinem Leben noch erreichen möchte. Ich setze mir neue Ziele. Mache mir Pläne und kann es kaum noch abwarten all das zu erreichen. Ich freue mich zur Zeit auf das Erwachsen werden und mir etwas eigenes aufzubauen. Etwas wo ich in vielen vielen Jahren sagen kann "ich bin stolz auf mich"  


LISTEN TO
..wenn ich meine Wohnung putze, dann mache ich mir zur Zeit immer ein Hörbuch an. Ich dachte erst, dass mich das eher demotivieren würde und ich nicht voran kommen würde. Pustekuchen. Es gibt wirklich nichts besseres als ein Hörbuch sich beim putzen anzuhören. Und wenn es dazu noch richtig spannend ist. WOW! What a dream. Ich hatte noch nie so viel Spaß beim putzen. Aus einem einfachen Wohnungsputz wird seit dem immer ein reinster Großputz. Wirklich ALLES wird da geputzt. Da kann es auch schonmal sein, dass ich wöchentlich meine Fenster putze. Probiert es aus! Und erzählt mir davon..

GEÄRGERT
über große Firmen. Es ist schon erschreckend wie sie mit einer Mitarbeiterfreundlichkeit werben und das nach außen hin so gut vertreten können, wenn es im inneren der Firma komplett anders aussieht. Ich wurde genau davon überzeugt. Es ist traurig, dass am Ende nur noch die Zahlen entscheident sind und nicht der Mensch an sich. Tja, that's life honey. Wieder was dazu gelernt. 

FOR THE NEXT WEEK

habe ich einiges auf meinen Zettel stehen und bin fest der Meinung, dass die Woche nur besser werden kann. Wenn nur das Wetter schon mitspielen würde wäre das wirklich ideal. Unter anderem habe ich vor noch einige Postings vorzubereiten und noch Bilder zu machen. Also Kiddos, wir hören voneinander..

Samstag, 28. Mai 2016

Kopfsache: Mein Leben, mein Weg!

Ich bin jetzt offiziell Volljährig. Zumindest in Amerika. Ich habe nicht gedacht, dass kurz nach beginn meines neuen Lebensjahr ein so großes neues Kapitel für mich beginnt. Ich hatte bis vor kurzem noch ein klares Ziel, einen klaren Weg. Mein Leben. Mein Weg. Doch plötzlich ändert sich alles Schlagartig. Mit nur einem Anruf. Ich bin jetzt stark genug. Ich bin jetzt stark genug um zu sagen, dass ich bereit für einen neuen Weg bin. Für eine neue Herausforderung. Ich besitze diese Stärke um endlich einschätzen zu können was richtig für mich ist. Was ich brauche. Und was überhaupt nicht zu mir passt und meine Persönlichkeit widerspiegelt. Mein Leben. Mein Weg. "Am Ende kommt alles anders als man denkt" sagte meine Oma mir vor ein paar Tagen am Telefon. Sie hat recht. Omas und Mütter haben immer recht. Aber ich bin nun endlich so weit um zu sagen, dass ich diesen neuen Weg einschlagen möchte. Ich möchte auf mich hören. Auf meine Gesundheit Wert legen und glücklich sein. Das hier ist mein Leben. Das hier ist ganz alleine mein Weg. Nichts und niemand sollte mich davon abhalten. Man muss an sich selbst denken. Ein bisschen Egoismus. Gesunder Egoismus.


Ich merke wie mir eine kleine Last von den Schultern fällt. Gleichzeitig kommen aber so viele Baustellen auf mich zu. Ich werde mich verändern. Nein! Ich habe mich verändert. Ich bin bereit für neue Herausforderungen und stark genug meiner Psyche einen kleinen Streich zu spielen. Ihr zu beweisen, dass sie mich schon lange nicht mehr im Griff hat. Dass ich sehr wohl stark genug geworden bin neue Herausforderungen anzunehmen und sie mit einem ruhigen Gewissen zu Meistern. Dass ich mich nicht mehr länger hinter den Depressionen verstecke. Mein Leben. Mein Weg. Ich gehe offen damit um. In meinem Umfeld wissen die meisten Menschen bescheid. Das hilft. Das hilft ungemein. Sie verstehen meine Entscheidung für einen neuen Weg total. Sie können es besser einordnen. Ich höre keine Sätze wie "die Zeit hättest du auch noch geschafft". Mein Leben. Mein Weg. Ich höre auf mich. Auf mein Wohlbefinden. Auf das was mein Bauchgefühl mir sagt. Ich konnte mich schon immer gut auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich weiß nicht wie das funktioniert. Auf sein Herz zu hören. Ich verlasse mich lieber auf mein Bauchgefühl. Ich bin bereit. Ich bin bereit für den nächsten Schritt. Mein Leben. Mein Weg.

"Bist du dir sicher, dass du das schaffst?" - "Ich habe Angst, dass du wieder in Depressionen verfällst" 
Mein Leben. Mein Weg. Ich bin mir sicher. Ich schaffe das. Und wie ich das schaffen werde. Ich habe viel gelernt. Habe gelernt meine Depressionen auszutricksen. Ihnen keinen Raum zu geben um sich auszubreiten und mein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Nein. Ich habe mein Leben nun in der Hand. Ich ganz alleine. Nicht die Depressionen. Die habe ich nämlich nun in der Hand. Wir haben die Rollen getauscht. Ich bin glücklich mit dem Rollentausch. Die Depressionen scheinbar nicht. Das ist mir egal. Mein Leben. Mein Weg. Die Depressionen werden immer ein Teil von mir bleiben. Sie werden immer zu meinem Leben gehören. Das ganze negativ sehen und als Stein in meinem Weg betrachten? Gibt es nicht! Mein Leben. Mein Weg. Die Depressionen gehören zu mir. Sie gehören zu meiner Persönlichkeit. Zu meinem Charakter. Einfach zu mir. Sie werden auch immer ein Teil von mir bleiben. Ich gehe damit offen und ehrlich um. Diese Ehrlichkeit wird geschätzt. Ich bin ausgeglichener. Entspannter. Bereit für einen neuen Weg. Bereit für eine neue Herausforderung. Es kann los gehen denn ich bin bereit.
Freitag, 27. Mai 2016

Food: Apfel-Ei-Pfannenkuchen

Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Wenn man aber zu den Menschen gehört die jede Minute auskosten um noch im Bett liegen zu bleiben, so wie ich, fällt das Frühstück oft mager aus. Ich habe hier eine wirkliche leckere Frühstücksidee für euch. In weniger als 10min. ist der Apfel-Ei-Pfannenkuchen fertig und genießbar.



Donnerstag, 26. Mai 2016

People: life with a soldier

Es gibt Dinge die möchte ich mit der Menschheit teilen. In der Hoffnung, dass ich ihnen irgendwie helfen kann. Dass ich Menschen mit den gleichen Problemen helfen kann. Es muss nicht immer eine Krankheit sein. So wie das Leben von einer sehr guten Freudin von mir:

Ich bin seit 5 Jahren glücklich in einer Beziehung. Wenn da nicht ein Haken wäre. Sein Job. Er ist Soldat. Zeitsoldat. Er hat sich für 12 Jahre verpflichtet. Als wir uns damals näher kamen, war alles noch sehr neu für mich, er war auch erst knapp 3 Jahre dabei. Ich ging damals sehr neutral an das ganze ran. Ich kannte mich ja nicht aus. 2 Jahre haben wir eine Beziehung geführt die nur über Wochenenden ging. Mal einen Tag am Wochenende, mal zwei. Er war 250km weit weg stationiert, dazu wohnte er noch 20km weiter weg. Von mir. In einer anderen Stadt. Dann zog er her. Zu mir. Ich dachte alles wird cool!  Unsere Beziehung war von Höhen und Tiefen geprägt. Es verging keine Woche wo keine Tränen flossen. Aber hey - wir hatten nun eine eigene Wohnung. Das hieß mehr Zeit für uns. Ein Jahr darauf folgte die Versetzung. Nur noch 150km. Er hatte vor jeden Tag zu pendeln. Was sich damals aber als schwer herausstellte. Als er dann ein paar Kameraden gefunden hatte, die auch aus der Nähe kamen stand er einen Montag Nachmittag vor mir. Ich konnte mein Glück kaum fassen! Endlich. Ein normales Leben. Das hielt dann leider nur 4 Wochen an. Es folgten 1,5 Jahre Lehrgänge. Wochenlange Trennungen, teilweise 800km zwischen uns. Aber eins vergaßen wir nie - das was zwischen uns ist. Das ist das besonderes. 2016 sollte es endlich soweit sein! Alle Lehrgänge vorbei. Ein normales Leben, tägliches nachhause kommen, mein Glück war perfekt.


Es war Freitag, der erste im Januar wo er zur Kaserne fuhr. Ich war lange im Stall, war glücklich. Er holte mich ab, es war anders. Aber ich machte mir keine Gedanken. Er kam mir nach, setzte sich zu mir. Ich habe ihn direkt gefragt was los ist. Dann kam es. Auslandseinsatz. 5 Monate. Mir hat es den Boden unter den Füßen weggerissen. Alles brach zusammen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte mich auf ein normales Leben gefreut. Endlich. Die Zeit bis heute verging wie im Flug. Er hatte oft lange Dienst, war viel auf den Übungsplätzen seitdem. Nun ist es Ende Mai. Es sind noch ein paar Tage bis er fliegt. Es bricht mir das Herz wenn ich nur daran denke. Es ist schwer sich damit abzufinden, viele Zweifel begleiten mich. Begreifen werde ich es sicher erst wenn er weg ist. Es fühlt sich leer an. Andere heulen rum weil sie sich ein paar Tage nicht sehen. Ich wünsche mir dabei nur ein geregeltes Leben. Ich verzichte viel. Seit Jahren sogar. Als Dankeschön gibt es aus der Gesellschaft Sprüche, Spott und Unverständnis. Wir werden unsere paar Tage Kuschelurlaub noch so gut es geht genießen, bis es heißt für viele Wochen Abschied nehmen. Ich selbst kann der Bundeswehr nichts gutes abgewinnen,aber ich sehe es als Neuanfang für uns. Ein Neuanfang nachdem hoffentlich dieses mal alles besser wird. Denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!
Sonntag, 22. Mai 2016

WEEK IN SOME NOTES: KW 20 IN 2016


Hast du früher, als Kind, draußen immer kochen gespielt? Und alles zusammen in einen Topf geworfen, was du in die Hände bekommen hast?  Frage ich eine Freundin, als ich im Wartezimmer beim Arzt sitze. Sie erzählt mir von Ihrer letzten Bekanntschaft. Ich habe schon viel gehört, aber gerade heute muss ich besonders an meine Kindheit denken. Ich erinnere mich daran zurück, wie ich bei meiner Kindergartenfreundin im Garten meine Kindheit verbracht habe. An einem alten Gartenhaus haben wir unsere eigene kleine Küche aufgebaut. Wir bekamen von ihrer Mama alte Töpfe und Kochlöffel. Wir haben uns wie richtige Köche gefühlt. Auf der Zutatenliste standen Dinge wie, Erde, Tannzapfen, alte Beeren und vergammelte Äpfel. Zur Verfeinerung nahmen wir Rasen oder Blätter und statt Pfeffer nutzten wir Erde. Wir hatten richtige kleine Teller und Schalen, wo wir unsere Wald-Suppe präsentieren konnten.

Zugegeben sah das nie ansprechend aus und wir sind auch nie auf die Idee gekommen, unsere Wald-Suppe zu probieren. Ja, ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich in meiner Kindheit auch immer im Garten irgendeine Suppe gekocht habe, mit all den Zutaten die ich in die Hand bekommen habe. bekam ich als Antwort. Ich weiß nicht, warum ich genau auf diesen vergleich gekommen bin. Ein bisschen muss ich schmunzeln und mir ein lautes Lachen verkneifen. Genau daran erinnert mich deine Bekanntschaft. Man hat einfach all das genommen, was man finden konnte, was man niemals zu sich nehmen kann. Alles wurde in einem Topf geschmissen und was dabei raus kam sah weder appetitlich aus, noch schmeckte es und gut gerochen hat es auch nicht. Also absoluter Bullshit, wenn ich das mal so sagen darf!

DAUMEN HOCH
für meine Organisation. Ich möchte mich nicht zu früh loben und auch nicht zu sehr aber das muss mal gesagt werden: Ich bin verdammt stolz auf mich. Mein Blog gefällt mir in letzter Zeit richtig gut und ich kann mit ruhigem Gewissen sagen "ja, ich war noch nie so zufrieden". Man kann immer noch besser werden aber mir gefällt meine Organisation. Meine Beiträge gefallen mir zur Zeit und meine Bilder. Ich bin der Meinung,dass man das ausstrahlt wenn man mit etwas zufrieden ist. Ich würde mich freuen, wenn das bei mir auch der Fall ist.



DAUMEN RUNTER
mein Körper macht mir zur Zeit immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Nicht zuletzt bei dem Wetterumschwung mit der Migräne und das damit verbundene Sport verbot. Nein. Nun ist es auch noch eine Magen-Darm-Grippe geworden. Das wünsche ich niemanden. Krank sein ist doof. Deshalb wird sich nun noch ausgeruht damit die neue Woche viel besser werden kann.

IN MY HEAD
sind momentan ziemlich große Pläne. Pläne die ich noch gar nicht richtig teilen möchte, weil sie noch nicht in trockenen Tüchern sind. Ich bin ein Mensch der am liebsten alles sofort umsetzen möchte. Das ist hier nicht möglich. Das wird ein langer Prozess. Aber i promise, sobald ich was Preis geben kann, wird das getan.

WATCH THIS
Orange is the new black. Wirklich. Ihr müsst euch das angucken. Ich kann euch diese Netflix-Serie nur ans Herz legen. Einigen ist es bereits bekannt, dass ich nie die ganz aktuell gehypten Dinge besonders Ansprechend finde und eher einen Rückzieher mache. Wird das gehypte Ding aber wieder uninteressant, wird es für mich erst richtig interessant. So auch mit der Serie. And oh my gosh, ich bin hin und weg. Ich kann nicht mehr aufhören. Morgens könnte ich mein Netbook jedoch in die Mülltonne werfen und meinen Wecker gleich hinterher aber who cares. Suchtgefahr ist hier ganz groß geschrieben.

NO WORDS NEEDED

Freitag, 20. Mai 2016

Kopfsache: Ich bin jetzt frei

Ich bin jetzt frei. Ich habe losgelassen und es tat nicht einmal weh. Warum auch? Es war meine Entscheidung. Ich habe mich bereit gefühlt. Bereit all die Dinge hinter mir zu lassen. Mich nicht mehr wie eine 80 Jährige Frau zu fühlen. Ich bin jetzt frei. Frei von all der Last. Von alle den Problemen die ich mit mir getragen habe. Es war ein langer Weg aber ich bin jetzt frei. Ich kann sagen, dass es mir gut geht ohne diese Leere zu spüren. Ohne diesen Knoten im Bauch zu haben. Ohne diese Einsamkeit und Sehnsucht. Ohne mit den Tränen kämpfen zu müssen. Ich bin jetzt frei. Ich habe all die Furcht in den Griff bekommen und mein innerliches vom Gegenteil überzeugt. Ich habe Jahrelang Ausreden und Argumente gefunden. Sie irgendwann selbst geglaubt. Wusste nicht mehr was wirklich der Wahrheit entspricht und was eine Erfindung meines Unterbewusstseins war. Ein Machtkampf. Aber ich bin jetzt frei. Frei von all der Last. Frei von all meinen Sorgen im Alltag. Ich kann das Leben nun mit anderen Augen sehen. Mit bessere. Denn ich bin frei. Ich kann morgens mit einem Lächeln aus dem Haus gehen. Ich merke wie mein Herz vor Freude hüpft und wie schön das Leben sein kann. Frei von all dieser Last. Ich fühle mich frei. Ich bin es.

Ich kann es selbst nicht glauben und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich vor mich selbst erschrecke.
Positiv.
Ich bin nach einem Jahrelangen Kampf mit mir selbst endlich dort angekommen wo ich mein kleines Ziel gesetzt habe.
Mein Hauptziel. Jetzt kann es nur noch besser werden.


Ich mache mir keine Gedanken mehr um Dinge die sowieso nicht wichtig sind. Ich bin jetzt frei. Ich verschwende meine
Zeit nicht mehr mit all den negativen Gedanken. Ich kann jetzt genießen. Gute Tage richtig erleben. Bewusst erleben. Aufnehmen und genießen. Für mich ist es keine Last mehr vor die Haustür zu gehen. Einkaufen zu fahren. Alleine durch die Stadt zu gehen. Ich bin jetzt frei. Mich interessiert es nicht mehr was andere Menschen von mir denken. Es gibt wichtigere Dinge. Mich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Das ist wichtig. Denn wenn ich das tue bin ich automatisch noch zufriedener. Das ist nicht Arrogant. Das ist gesund. Das ist gut. Ich bin jetzt frei. 


Ich kann bewusst entscheiden welcher Mensch weiterhin ein Teil meines Lebens sein soll und welcher nicht. Weil dieser Mensch mir nicht gut tut. Mich aufhält. Mich dabei stoppt mein Ziel zu erreichen. Das ist mein Leben. Kein anderer sollte bestimmen wie ich dieses zu führen habe. Ich bin jetzt frei. Ich kann nun bewusst aufpassen welche Dinge ich näher an mich ran lasse und welche nicht. Wenn mir dies nicht gelingt, denke ich an meine Vergangenheit. An die Zeit die mir so viel Last gegeben hat. Die mich eingeschränkt hat. Ängste herbei gezüchtet hat. Ich war jemand den ich selbst nicht mehr leiden konnte.

Das bin ich nicht mehr. 
Ich bin glücklich.

 Ich bin jetzt frei. 

Donnerstag, 19. Mai 2016

Written: 50 erste Dates #2

..Wir gehen ein Eis essen. Ich nehme eine Kugel Apfel und eine Kugel Erdbeere in der Waffel. A. entscheidet sich für 2 Kugeln Vanille im Becher. "Hier, ich gebe dir das Geld für mein Eis wieder" sage ich, "Nein, mein Vater hat mir immer gesagt, dass man das Mädchen nie bezahlen lässt. Behalte das Geld bitte. Das ist okay so" antwortete er mir. Mich beeindrucken diese Worte. Sie lassen mich lächeln. Den Nachmittag verbringen wir zusammen an einem größeren Teich. Hier nennen wir ihn "Mühlenteich". Er liegt an einer alten Wassermühle, direkt an den Bahngleisen. Es führt ein Pfad am Mühlenteich herum. A. und ich gehen einige Runden um den Mühlenteich spazieren, bevor wir weiter durch das Dorf gehen. A. macht mich Sprachlos. Sobald er mich anlächelt, spüre ich ein wärmendes Gefühl um mein Herz herum. Meine Gedanken kreisen wie wild durch meinen Kopf "Er ist doch so viel älter als ich", "Ich habe so Angst davor enttäuscht zu werden".


A. und ich schreiben sehr viel und treffen uns heute zum zweiten mal. Wir wollen uns wieder am Mühlenteich treffen. Scheinbar wird das nun so etwas wie unser Ort. Ich bin mindestens genauso aufgereegt wie bei unserem ersten Treffen. "Mama, ich treffe mich heute wieder mit L. im Dorf." lüge ich meine Mama erneut an. Mir ist es immer noch unangenehm. Ich bin das erste Kind von meiner Mama. Ich möchte all den neugierigen Fragen aus dem Weg gehen und behalte dieses kleine Geheimnis ganz für mich alleine. A. kommt wieder etwas verspätet an, aber ich kann ihm nicht böse sein. Sein Lächeln macht es wieder gut. Am Mühlenteich steht eine alte Holzbank. Direkt umgeben von Büschen. Mit einer wunderschönen Aussicht mitten auf den Teich. Dort setzen wir uns hin und fangen an zu erzählen. A. zeigt mir voller stolz seinen neusten Kauf. Ein Haarwachs was nach Kokos riecht. Ich schmunzel. Ich verstehe diese Faszination nicht. Ich stehe auf um näher an das Wasser zu gehen. A. kommt von hinten und nimmt mich in den Arm. Er tut so als würde er mich in das Wasser schubsen wollen. Ich spiele mit und provoziere ihn immer wieder erneut. Ich genieße so seine Nähe ohne ihn danach zu fragen. Es fühlt sich richtig gut in seinem Arm an. A. gibt mir ein beschützendes Gefühl. In den nächsten Tagen treffen wir uns noch einige male.


Unser fester Treffpunkt ist tatsächlich der Mühlenteich. Wir sitzen immer zusammen auf der alten Holzbank mit dem schönen Ausblick. Jedes mal geht dort eine ältere Dame spazieren, zusammen mit ihrem Golden Retriever. Sie ein eine gekrümmte Körperhaltung, einen richtigen Buckel hat Sie auf Ihrem Rücken. Die ältere Dame kann nicht mehr richtig aufrecht gehen. Die beiden haben mit der Zeit etwas vertrautes an sich. Sie gehören schon zu der Atmosphäre dazu. Am Mühlenteich bürstet sie oft ihren Hund. "Guck mal A., aus dem ganzen Fell könnte man fast einen zweiten Hund machen" sage ich. A. fängt an zu lachen. Im Hintergrund läuft immer dieses eine Lied. Er hört es jedes mal wenn wir uns treffen rauf und runter. Ich weiß sofort, dass mich dieses Lied immer an die gemeinsame Zeit erinnern wird.

*den Poncho habe ich freundlicherweise von  Jeans-Fritz  erhalten
Mittwoch, 18. Mai 2016

Random Facts: Meine Haarpflege

1. Meine Haare bürste ich NIEMALS im nassen Zustand. Trotz des Tangle Teezer's habe ich das Gefühl, dass ich mir viel zu viele Haare beim bürsten rausreiße. Vielleicht ist es nur eine Einbildung, vielleicht ist aber auch was wahres an der Geschichte dran.

2. Ich habe kein festes Shampoo. Ich benutze Head&Shoulders Shampoo, weil ich sehr anfällig bin was Schuppen betrifft. 1-2x die Woche benutze ich allerdings ein anderes Shampoo. Das variiert immer mal wieder. Zur Zeit benutze ich das Shampoo von Schwarzkopf. Es ist übrigens das erste Shampoo wovon meine Haare noch im trockenen Zustand nach riechen. Thumbs up! 

3. Leider Gottes gehöre ich zu den Menschen die ihre Haare jeden Tag waschen - ohne Ausnahme! Alles hat angefangen als ich noch jeden Tag im Pferdestall war und nicht wollte, dass meine Haare schon von weiten nach Pferd riechen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Leider. Ich weiß, dass das absolut nicht pflegend für die Haare sind aber mein Rhytmus ist dadurch total flöten gegangen.


4. Einen Föhn besitze ich nicht. Auch kein Glätteisen oder einen Lockenstab. Das habe ich alles ganz bewusst bei meinem Auszug im Elternhaus gelassen. Meine Haare lasse ich immer an der Luft trocken, auch wenn das gerne mal bis zu 2 Stunden und länger dauert. Ich bin kein Freund davon meinen Haaren irgendwelche Hitze zu geben. Das tut mir im Herzen weh und ich kann genau beobachten wie der Spliss beginnt zu wachsen. Also, finger Weg von unnötiger Hitze!

5. Irgendwann habe ich im Internet gelesen, dass die Haare schneller wachsen wenn man sie überwiegend offen trägt. Und weil ich manchmal so einen Blödsinn glaube, okay vielleicht ist es auch wahr, habe ich damit angefangen meine Haare überwiegend offen zu tragen. Einen Zopf mache ich mir nur wenn ich beim Sport bin oder meine Wohnung putze. Wobei ich bei meiner jetzigen Länge gar keinen Zopf mehr brauche. Da klemme ich mir die forderen Haare nach hinten und schwup bin ich von meinen Haaren nicht mehr genervt.


6. 2-3x die Woche benutze ich eine Haarspülung oder eine Haarkur. Ansonsten verwende ich nach dem Duschen gerne ein Haaröl. Da habe ich kein bestimmtes, was ich euch empfehlen würde. Ich persönliche sehe keinen Unterschied bei den Ölen und bin mit jedem zufrieden was ich bis jetzt hatte. In absolut jeder Preisklasse.

7. Anfangs habe ich diesen Tangle Teezer Hype nicht verstanden. Ich war immer der Meinung das die Bürsten nach einem Pferdestriegel aussehen und der Meinung bin ich auch heute noch. Mittlerweile habe ich zwei und kann diesen Hype nachvollziehen. Ohja und wie ich das kann. Eine normale Haarbürste nehme ich ungerne in die Hände, weil ich das Gefühl habe, dass die mir viel mehr weh tut wenn ich einen Knoten erwische. Zum Glück verwendet selbst mein Friseur die Tangle Teezer.
Montag, 16. Mai 2016

Kopfsache: Das bin wirklich ich?

In der rechten Hand habe ich meinen Koffer. In der linken Hand meine Kulturtasche. Ich folge dem langen Gang. Ich sehe schon von weiten mein Auto und freue mich, dass ich der Klinik den Rücken kehren kann. Das fühlt sich gut an. Nein! Ich fühle mich gut. Ich bleibe stehen und atme tief ein. "Hallo Welt, ich bin jetzt frei. Zeige mir deine Abenteuer" denke ich mir und gehe zu meinem Auto..

Das hier war mein zweiter Klinik Aufenthalt innerhalb von 2 Jahren. Die Quote finde ich akzeptabel. Es gibt definitiv Patienten die ihr halbes Leben in diesen Kliniken verbringen. Meine Zimmernachbarin war ganze 152 Tage dort und das nicht zum ersten mal. Ein Mitpatient war 16x in der Klinik bevor er sagen konnte, dass es ihm gut geht. Ich sage mir immer wieder, dass ich nicht noch einmal hier her kommen möchte. "Alle guten Dinge sind drei" - in diesem Fall reichen mir die zwei und ich erlaube mir den Spruch nur für mich umzuwandeln: "Alle guten Dinge sind zwei".

5 Monate später 
Ich mache wahnsinnige Fortschritte. Ich erkenne mich manchmal selbst nicht wieder. Das wirft mich manchmal aus der Bahn. Es ist das ungewohnte. Wenn ich ehrlich bin, dann gefällt mir dieses "neue" Leben. Ich bin jeden Tag auf der Jagd. Auf der Jagd nach neuen Fortschritten. Ich möchte sie bewusst spüren, wahr nehmen und abspeichern. Ich habe das erste mal in meinem Leben das Gefühl von Sicherheit. Ich kenne mich und meinen Körper nun ziemlich gut und weiß wie ich verschiedene Situation einzuschätzen habe und wie ich diese am besten angehe. Ich kann Dinge gut auseinanderhalten und mich vom negativen gut distanzieren. Ich bin so viel fröhlicher, offener. Mir bringt es neuerdings Freude wenn ich neue Leute kennenlernen. Ich stehe plötzlich gerne vor einer Gruppe von Menschen und halte einen Vortrag. Ich bin selbstsicherer. Ich habe gelernt mich auf mein Wohlbefinden zu verlassen und diesem auch zu folgen. 


Manchmal liege ich auf meinem Sofa und fange an zu lächeln weil ich stolz auf mich bin und mich gleichzeitig frage ob ich das wirklich bin? Ich habe mich hier nie gesehen. Ich habe nie gedacht, dass ich einmal offen über meine Depressionen spreche und zu ihnen stehe. Ich habe nie gedacht, dass ich ohne einen Therapeuten meine Probleme selbst in die Hand nehmen kann und einen Weg finde damit umzugehen bzw. diese zu verarbeiten. Ich habe niemals gedacht, dass ich einen Anflug von meinen Depressionen selbstständig zur Seite schieben kann und ihnen keinen Raum gebe sich auszubreiten. Selbst in meinen Träumen habe ich mich nie dort gesehen wo ich heute stehe und come on, träumen tut man viel. Ich erinnere mich noch ganz genau daran wie oft ich zu meiner Mama gesagt habe, dass ich endlich glücklich sein möchte. Ich möchte mich nicht wie eine 90 jährige alte Frau fühlen sondern wie eine 20 jährige junge Frau. Und ich kann nach 7 Jahren endlich sagen: Ich fühle mich leichter und bin endlich richtig glücklich. 


"Everything will be okay in the end.
If it's not okay, it's not the end"
Sonntag, 15. Mai 2016

WEEK IN SOME NOTES: KW 19 IN 2016

Oh, hello. She's back..Mein letzter Wochenrückblick ist schon 4 Monate her. Mir hat er gefehlt, ich hoffe euch auch. Umso motivierter bin ich nun endlich wieder einen verfassen zu können. Habt ihr kleine Anregungen? Gibt es Themen die ihr gerne lesen würdet? tell me..

DAUMEN HOCH
für eine relativ gut gefüllte Woche mit viel Abwechslung. Ich brauchte etwas neues und habe beschlossen eine kleine Veränderung vorzunehmen. Ich habe die Haare jetzt kurz. Ein wirklich gut überlegter Schritt. Ich wollte immer die langen Haare haben. Habe um jeden cm mit dem Friseur gefeilscht. Jetzt habe ich kurze Haare und bin glücklicher denn je. Ich bereue diese Entscheidung nicht. Abends mal mit nassen Haaren ins Bett? Kein Problem! Am nächsten Tag gibt es kein Bad-Hair-Day. Selbst die Trockenzeit ist nur noch halb so lang. Thumbs up. Außerdem habe ich an meiner ersten IHK Schulung teilgenommen und bin beeindruckt. Ich habe plötzlich Lust vor Leuten etwas zu präsentieren, zu reden. Ihnen etwas näher zu bringen.

DAUMEN RUNTER
für den plötzlichen April-Wetter-Einbruch mitten im Mai. Ich meine, come on, was soll das denn? Ich habe mich so schön auf den Sommer eingestellt. Habe plötzlich wieder Lust bekommen Kleider zu tragen. Bin ohne Jacke zur Arbeit gefahren und habe morgens um halb 8 schon die Sonnenbrille aufgehabt. Ich habe meinen Balkon sehr gerne gegen mein Sofa eingetauscht und verbrachte die Abende viel lieber draußen an der frischen Luft. Beobachtete die untergehende Sonne und die vielen strahlenden Sterne.


HAPPY ABOUT
es gab kein Jahr wo ich den Eurovision Song Contest geguckt habe. Deutschland? Pff, hat sowieso überwiegend nur schlechte Künstler ins Rennen geschickt. Aber dieses Jahr? Dieses Jahr musste ich es einfach gucken. Und warum? Na den Auftritt von Mr. Timberlake darf ich nicht verpassen. Wenn der gute mal wieder auf Tour in Deutschland unterwegs ist, muss ich da definitiv hin. Koste was es wolle. Ich hunger auch gerne einen Monat. Bis dahin plane ich schon einmal wie ich Ihn und seine Frau auseinander kriege. Und psscht, über meine Erfolge beim Sport. Ich halte das Thema eher von meinem Blog fern aber hey, ich bin stolz auf mich!

IN MY HEAD 
ist momentan zu viel Chaos. Zu viele Gedanken schwirren in meinem Kopf herum. Zu viele Ideen. Ich meine das ist super. Das ist Großartig. Ich sprudel nur so vor Ideen. Meine Liste wird immer länger und länger. Ich habe nur ein einziges Problem an der ganzen Sache: mir fehlen die richtigen Worte um das ganze auch hier umzusetzen. Vielleicht auch der Mut.

SWEET MOMENT
dass ich eine Schwäche für Kaninchen mit Schlappohren habe, sollte euch bereits bekannt sein. Doch jedesmal wenn ich das Heu aus dem Fachgeschäft hole, bleibe ich wie versteinert einen Moment vor den Kaninchen stehen. So sehr ich mich auch bemühe vorbei zu gehen, es klappt einfach nicht. Da war es also. Dieses kleine niedliche Wesen, was maximal 3 Monate alt war. Mit seinen viel zu großen Schlappohren, die noch auf dem Boden hingen, guckte es mich an und ich wollte es wirklich mitnehmen. Aber mein Verstand war, zum Glück, größer.


Samstag, 14. Mai 2016

Written: 50 erste Dates

Vielleicht wollte eine höhere Macht genau das mit uns machen. Vielleicht wurden wir dazu bestimmt, bevor wir das Licht der Welt erblickten. Vielleicht sollen wir so viele Anlaufversuche haben, um aus unseren Fehlern deutlich zu lernen um es bei jeden Neubeginn besser machen zu können. Neubeginn? Gibt es diesen Neubeginn denn überhaupt immer wieder?

Es ist Donnerstag, zusammen mit meiner Klassenkameradin J. warte ich vor dem Werkraum in der Schule. Wir sind pubertierende 13 jährige Mädchen, die auf Krawall gebürstet sind. Wir finden es cool, uns gegenüber den älteren zu behaupten. Ein Junge geht an uns vorbei, der mir auffällt. Ich weiß nicht genau ob positiv oder negativ. Er guckt mich beim vorbei gehen sehr lange an und ich frage mich warum er das tut. "Ey, was guckst du mich so dumm an. Geh weiter man", rutscht es aus mir raus. Keine Reaktion. Mir geht dieser Junge nicht aus meinem Kopf. Ich möchte mich am liebsten für meine Reaktion entschuldigen. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Um 14:00 Uhr bin ich endlich Zuhause. "Hallo J., wie geht es dir? Wie war die Schule? Ich habe das Essen gleich fertig" begrüßt mich meine Mama. Ich schmeiße meine Schultasche in die Ecke, meine Schuhe hinterher, verdrehe die Augen und bringe in einem unfreundlichen Ton "ich habe keinen Hunger." heraus. Genervt gehe ich in mein Zimmer, schmeiße direkt meinen Laptop an und öffne SchülerVZ. Mir geht dieser Junge nicht aus dem Kopf. Ich habe sein Aussehen noch genau vor Augen. Über eine Stunde suche ich diesen Jungen im sozialen Netzwerk. Bis ich fündig werde. "Hey, warst du das heute in der Schule bei den Werkräumen?" schrieb ich mutig in das Nachrichtenfenster. Ich muss nicht lange warten, da erreicht mich eine Antwort. "Nein, haha, ich gehe gar nicht mehr auf diese Schule. Warum denn?". Ich weiß nicht wieso ich es mache, aber ich erzähle einem wildfremden Jungen, was mir am Vormittag passiert ist. Er war aber nicht der Junge, den ich heute Morgen in der Schule gesehen habe. Das ist mir nun aber ganz egal. Der Junge, dem ich geschrieben habe, er ist unglaublich interessant.


Er ist 18 Jahre alt und heißt A. Wir schreiben nun schon seit fast 2 Wochen. A. ist sehr viel mit seinen Freunden unterwegs. Im Gegensatz zu mir. Es ist mitten im Sommer. Den ganzen Tag ist A. im Freibad und am Abend nur mit viel Glück zu erreichen. Nach 3 Wochen wollen wir uns das erste mal treffen. Heute ist es soweit. Ich bin ganz aufgeregt. Ich bin 13 Jahre alt und möchte mich mit einem Jungen treffen der 5 Jahre älter ist. Ich erzähle meiner Mama, dass ich mich mit einer Freundin im Nachbarort treffen werde. Mir ist es unangenehm meiner Mama zu erzählen, dass ich mich mit einem Jungen treffe. Ich schnappe mir meine Tasche, meinen MP3 Player und meine Kopfhörer. Hinter mir schließe ich die Haustür. Ich brauche ungefähr 20 Minuten. Fahrrad fahren war noch nie mein Fall. Ich bin schon immer zu Fuß gegangen. Wir wollen uns auf der Bank vor der Polizei treffen. Umso näher ich unserem Treffpunkt komme, desto aufgeregter bin ich. 20 Minuten später bin ich angekommen. Ich bin sehr aufgeregt und setze mich hin. Mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf. Wie soll ich mich hinsetzen? Soll ich meine Kopfhörer lieber raus nehmen? Wie soll ich mich verhalten und wie begrüßen wir uns? Er verspätet sich. Ich werde langsam unsicher ob er sich nicht doch nur einen Scherz erlaubt. Ich bin 13 Jahre alt, was möchte er mit mir? Ich bin noch ein Kind. Ich habe ganz andere Sachen im Kopf als ein 18 jähriger Junge. A. ist 20 Minuten zu spät, als er mit seinem schwarzen Fahrrad vor mir steht und ein leises "Hi, wie gehts dir?" hervor bringt. Er trägt eine weiße Capr mit schwarzen dünnen Streifen und einem großen "A" vorne drauf. Er lächelt mich an und es ist um mich geschene. Ich bin schüchtern und mache mir zu viele Gedanken darum, was meine Mitmenschen von mir denken. "Hallo, gut und dir?" bringe ich schüchtern und fast ohne Stimme hervor.. 

*das Kleid ist aus der aktuellen H&M Kollektion
Donnerstag, 12. Mai 2016

Kinder, lest mehr Bücher!

Wir leben im 21. Jahrhundert und es scheint mir so, als wären unsere Neuzeit-Bücher Facebook, Instagram, Twitter, Tumblr, Pinterest, Netflix und co. Ich vermisse die Gefühle bei unseren Neuzeit-Büchern, das Mitfiebern und hineinsteigern. Den innerlichen Kampf ob man das Buch nun lieber zur Seite legt, schläft oder weiter liest und am nächsten Morgen kaum aus dem Bett kommt. Zugegeben, ich war nie eine große Leseratte und habe die Leute nie verstanden die sich mit einem Buch in die Sonne setzen und das Leben dabei in vollen Zügen genießen. Bis zu meinem ersten Klinikaufenthalt. Der machte aus mir eine Leseratte. Ich bekam die langen Tage rum und konzentrierte mich auf andere Dinge als auf meine Probleme, die ich nebenbei bekämpfte. Ich merkte wie gut es mir tut in eine andere Welt abzutauchen. Die Leseratte wurde geboren. Bis heute begleitet mich mein E-Book Reader durch den Alltag. Jaja, ich gehöre zu der Sorte Mensch die kein dickes Buch in den Händen halten möchte. Außerdem wüsste ich gar nicht, wo ich all die Bücher in meiner kleinen Wohnung platzieren soll. Und das Beste? Ich kann mir auch am Sonntag ein neues Buch kaufen und sofort lesen. Selbst Nachts um 02:00 Uhr wenn ich gerade, mit einem weinenden und einem lachenden Auge, mein Buch beendet habe und "zu klappe".

Ich möchte euch heute einen kleinen Einblick in meine Lieblinge geben, die ich neben den Klassikern wie Tribute von Panem, Shades of Grey und After gelesen habe.


1. Mängelexemplar von Sarah Kuttner 
»Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.«
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.
Dem Wahnwitz unserer Gegenwart gibt Sarah Kuttner eine Stimme. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von dem der Verlorenheit, die manches Leben heute aushalten muss.

2. Splitterfasernackt von Lilly Lindner
Lilly Lindner ist sechs, als der Nachbar beginnt, sie regelmäßig zu vergewaltigen. Er droht ihr mit dem Schlimmsten, falls sie etwas ihren Eltern erzählen sollte. Und so schweigt das kleine Mädchen. Schließlich zieht der Mann weg doch Lillys Leben ist längst aus dem Lot. Mit 13 Jahren fängt sie an zu hungern damit von ihrem geschundenen Körper möglichst wenig übrig bleibt. Doch die Schande macht sie damit nicht ungeschehen. Und so beschließt Lilly als junge Frau, ihren Körper, der ihr schon lange nicht mehr gehört, in einem Edel- Bordell zu verkaufen. Und ausgerechnet hier beginnt sie, ihre ungeheuerliche Geschichte aufzuschreiben und verfasst ein beeindruckendes, provozierendes Buch von großer Sprachgewal

3. Über uns der Himmel, unter uns das Meer von Jojo Moyes
Über das Meer zu dir
Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner - englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte ...
Ein berührender Roman über Hoffnung, Schicksal und Liebe - inspiriert von Jojo Moyes' eigener Familiengeschichte. 


 4. Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes
Lou & Will
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird - und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.
Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will. 

5. Eine Handvoll Worte von Jojo Moyes 
Du sollst wissen, dass du mein Herz in deinen Händen hältst
1960. Jennifer Stirling müsste eigentlich glücklich sein: Sie führt ein sorgloses Leben an der Seite ihres wohlhabenden Mannes. Doch ihr Herz gehört einem anderen - und er bittet sie, alles für ihn aufzugeben.
2003. Ellie Haworth hat ihren Traumjob gefunden: Sie ist Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch der Mann, den sie liebt, gehört einer anderen.
Eines Tages fällt Ellie im Archiv ein Jahrzehnte alter Brief in die Hände: Der unbekannte Absender bittet seine Geliebte, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Als Ellie diese Zeilen liest, ist sie erschüttert. Was ist aus den beiden und ihrer Liebe geworden? Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf Jennifer: eine Frau, die alles verloren hat. Alles, außer einer Handvoll kostbarer Worte.
Wer die Liebe nicht kennt, kennt nichts. Wer sie hat, hat alles.  

Jetzt seid ihr gefragt: Welche Bücher mögt ihr am liebsten und welche könnt ihr mir empfehlen?