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Samstag, 28. Mai 2016

Kopfsache: Mein Leben, mein Weg!

Ich bin jetzt offiziell Volljährig. Zumindest in Amerika. Ich habe nicht gedacht, dass kurz nach beginn meines neuen Lebensjahr ein so großes neues Kapitel für mich beginnt. Ich hatte bis vor kurzem noch ein klares Ziel, einen klaren Weg. Mein Leben. Mein Weg. Doch plötzlich ändert sich alles Schlagartig. Mit nur einem Anruf. Ich bin jetzt stark genug. Ich bin jetzt stark genug um zu sagen, dass ich bereit für einen neuen Weg bin. Für eine neue Herausforderung. Ich besitze diese Stärke um endlich einschätzen zu können was richtig für mich ist. Was ich brauche. Und was überhaupt nicht zu mir passt und meine Persönlichkeit widerspiegelt. Mein Leben. Mein Weg. "Am Ende kommt alles anders als man denkt" sagte meine Oma mir vor ein paar Tagen am Telefon. Sie hat recht. Omas und Mütter haben immer recht. Aber ich bin nun endlich so weit um zu sagen, dass ich diesen neuen Weg einschlagen möchte. Ich möchte auf mich hören. Auf meine Gesundheit Wert legen und glücklich sein. Das hier ist mein Leben. Das hier ist ganz alleine mein Weg. Nichts und niemand sollte mich davon abhalten. Man muss an sich selbst denken. Ein bisschen Egoismus. Gesunder Egoismus.


Ich merke wie mir eine kleine Last von den Schultern fällt. Gleichzeitig kommen aber so viele Baustellen auf mich zu. Ich werde mich verändern. Nein! Ich habe mich verändert. Ich bin bereit für neue Herausforderungen und stark genug meiner Psyche einen kleinen Streich zu spielen. Ihr zu beweisen, dass sie mich schon lange nicht mehr im Griff hat. Dass ich sehr wohl stark genug geworden bin neue Herausforderungen anzunehmen und sie mit einem ruhigen Gewissen zu Meistern. Dass ich mich nicht mehr länger hinter den Depressionen verstecke. Mein Leben. Mein Weg. Ich gehe offen damit um. In meinem Umfeld wissen die meisten Menschen bescheid. Das hilft. Das hilft ungemein. Sie verstehen meine Entscheidung für einen neuen Weg total. Sie können es besser einordnen. Ich höre keine Sätze wie "die Zeit hättest du auch noch geschafft". Mein Leben. Mein Weg. Ich höre auf mich. Auf mein Wohlbefinden. Auf das was mein Bauchgefühl mir sagt. Ich konnte mich schon immer gut auf mein Bauchgefühl verlassen. Ich weiß nicht wie das funktioniert. Auf sein Herz zu hören. Ich verlasse mich lieber auf mein Bauchgefühl. Ich bin bereit. Ich bin bereit für den nächsten Schritt. Mein Leben. Mein Weg.

"Bist du dir sicher, dass du das schaffst?" - "Ich habe Angst, dass du wieder in Depressionen verfällst" 
Mein Leben. Mein Weg. Ich bin mir sicher. Ich schaffe das. Und wie ich das schaffen werde. Ich habe viel gelernt. Habe gelernt meine Depressionen auszutricksen. Ihnen keinen Raum zu geben um sich auszubreiten und mein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Nein. Ich habe mein Leben nun in der Hand. Ich ganz alleine. Nicht die Depressionen. Die habe ich nämlich nun in der Hand. Wir haben die Rollen getauscht. Ich bin glücklich mit dem Rollentausch. Die Depressionen scheinbar nicht. Das ist mir egal. Mein Leben. Mein Weg. Die Depressionen werden immer ein Teil von mir bleiben. Sie werden immer zu meinem Leben gehören. Das ganze negativ sehen und als Stein in meinem Weg betrachten? Gibt es nicht! Mein Leben. Mein Weg. Die Depressionen gehören zu mir. Sie gehören zu meiner Persönlichkeit. Zu meinem Charakter. Einfach zu mir. Sie werden auch immer ein Teil von mir bleiben. Ich gehe damit offen und ehrlich um. Diese Ehrlichkeit wird geschätzt. Ich bin ausgeglichener. Entspannter. Bereit für einen neuen Weg. Bereit für eine neue Herausforderung. Es kann los gehen denn ich bin bereit.
Freitag, 20. Mai 2016

Kopfsache: Ich bin jetzt frei

Ich bin jetzt frei. Ich habe losgelassen und es tat nicht einmal weh. Warum auch? Es war meine Entscheidung. Ich habe mich bereit gefühlt. Bereit all die Dinge hinter mir zu lassen. Mich nicht mehr wie eine 80 Jährige Frau zu fühlen. Ich bin jetzt frei. Frei von all der Last. Von alle den Problemen die ich mit mir getragen habe. Es war ein langer Weg aber ich bin jetzt frei. Ich kann sagen, dass es mir gut geht ohne diese Leere zu spüren. Ohne diesen Knoten im Bauch zu haben. Ohne diese Einsamkeit und Sehnsucht. Ohne mit den Tränen kämpfen zu müssen. Ich bin jetzt frei. Ich habe all die Furcht in den Griff bekommen und mein innerliches vom Gegenteil überzeugt. Ich habe Jahrelang Ausreden und Argumente gefunden. Sie irgendwann selbst geglaubt. Wusste nicht mehr was wirklich der Wahrheit entspricht und was eine Erfindung meines Unterbewusstseins war. Ein Machtkampf. Aber ich bin jetzt frei. Frei von all der Last. Frei von all meinen Sorgen im Alltag. Ich kann das Leben nun mit anderen Augen sehen. Mit bessere. Denn ich bin frei. Ich kann morgens mit einem Lächeln aus dem Haus gehen. Ich merke wie mein Herz vor Freude hüpft und wie schön das Leben sein kann. Frei von all dieser Last. Ich fühle mich frei. Ich bin es.

Ich kann es selbst nicht glauben und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich vor mich selbst erschrecke.
Positiv.
Ich bin nach einem Jahrelangen Kampf mit mir selbst endlich dort angekommen wo ich mein kleines Ziel gesetzt habe.
Mein Hauptziel. Jetzt kann es nur noch besser werden.


Ich mache mir keine Gedanken mehr um Dinge die sowieso nicht wichtig sind. Ich bin jetzt frei. Ich verschwende meine
Zeit nicht mehr mit all den negativen Gedanken. Ich kann jetzt genießen. Gute Tage richtig erleben. Bewusst erleben. Aufnehmen und genießen. Für mich ist es keine Last mehr vor die Haustür zu gehen. Einkaufen zu fahren. Alleine durch die Stadt zu gehen. Ich bin jetzt frei. Mich interessiert es nicht mehr was andere Menschen von mir denken. Es gibt wichtigere Dinge. Mich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Das ist wichtig. Denn wenn ich das tue bin ich automatisch noch zufriedener. Das ist nicht Arrogant. Das ist gesund. Das ist gut. Ich bin jetzt frei. 


Ich kann bewusst entscheiden welcher Mensch weiterhin ein Teil meines Lebens sein soll und welcher nicht. Weil dieser Mensch mir nicht gut tut. Mich aufhält. Mich dabei stoppt mein Ziel zu erreichen. Das ist mein Leben. Kein anderer sollte bestimmen wie ich dieses zu führen habe. Ich bin jetzt frei. Ich kann nun bewusst aufpassen welche Dinge ich näher an mich ran lasse und welche nicht. Wenn mir dies nicht gelingt, denke ich an meine Vergangenheit. An die Zeit die mir so viel Last gegeben hat. Die mich eingeschränkt hat. Ängste herbei gezüchtet hat. Ich war jemand den ich selbst nicht mehr leiden konnte.

Das bin ich nicht mehr. 
Ich bin glücklich.

 Ich bin jetzt frei. 

Montag, 16. Mai 2016

Kopfsache: Das bin wirklich ich?

In der rechten Hand habe ich meinen Koffer. In der linken Hand meine Kulturtasche. Ich folge dem langen Gang. Ich sehe schon von weiten mein Auto und freue mich, dass ich der Klinik den Rücken kehren kann. Das fühlt sich gut an. Nein! Ich fühle mich gut. Ich bleibe stehen und atme tief ein. "Hallo Welt, ich bin jetzt frei. Zeige mir deine Abenteuer" denke ich mir und gehe zu meinem Auto..

Das hier war mein zweiter Klinik Aufenthalt innerhalb von 2 Jahren. Die Quote finde ich akzeptabel. Es gibt definitiv Patienten die ihr halbes Leben in diesen Kliniken verbringen. Meine Zimmernachbarin war ganze 152 Tage dort und das nicht zum ersten mal. Ein Mitpatient war 16x in der Klinik bevor er sagen konnte, dass es ihm gut geht. Ich sage mir immer wieder, dass ich nicht noch einmal hier her kommen möchte. "Alle guten Dinge sind drei" - in diesem Fall reichen mir die zwei und ich erlaube mir den Spruch nur für mich umzuwandeln: "Alle guten Dinge sind zwei".

5 Monate später 
Ich mache wahnsinnige Fortschritte. Ich erkenne mich manchmal selbst nicht wieder. Das wirft mich manchmal aus der Bahn. Es ist das ungewohnte. Wenn ich ehrlich bin, dann gefällt mir dieses "neue" Leben. Ich bin jeden Tag auf der Jagd. Auf der Jagd nach neuen Fortschritten. Ich möchte sie bewusst spüren, wahr nehmen und abspeichern. Ich habe das erste mal in meinem Leben das Gefühl von Sicherheit. Ich kenne mich und meinen Körper nun ziemlich gut und weiß wie ich verschiedene Situation einzuschätzen habe und wie ich diese am besten angehe. Ich kann Dinge gut auseinanderhalten und mich vom negativen gut distanzieren. Ich bin so viel fröhlicher, offener. Mir bringt es neuerdings Freude wenn ich neue Leute kennenlernen. Ich stehe plötzlich gerne vor einer Gruppe von Menschen und halte einen Vortrag. Ich bin selbstsicherer. Ich habe gelernt mich auf mein Wohlbefinden zu verlassen und diesem auch zu folgen. 


Manchmal liege ich auf meinem Sofa und fange an zu lächeln weil ich stolz auf mich bin und mich gleichzeitig frage ob ich das wirklich bin? Ich habe mich hier nie gesehen. Ich habe nie gedacht, dass ich einmal offen über meine Depressionen spreche und zu ihnen stehe. Ich habe nie gedacht, dass ich ohne einen Therapeuten meine Probleme selbst in die Hand nehmen kann und einen Weg finde damit umzugehen bzw. diese zu verarbeiten. Ich habe niemals gedacht, dass ich einen Anflug von meinen Depressionen selbstständig zur Seite schieben kann und ihnen keinen Raum gebe sich auszubreiten. Selbst in meinen Träumen habe ich mich nie dort gesehen wo ich heute stehe und come on, träumen tut man viel. Ich erinnere mich noch ganz genau daran wie oft ich zu meiner Mama gesagt habe, dass ich endlich glücklich sein möchte. Ich möchte mich nicht wie eine 90 jährige alte Frau fühlen sondern wie eine 20 jährige junge Frau. Und ich kann nach 7 Jahren endlich sagen: Ich fühle mich leichter und bin endlich richtig glücklich. 


"Everything will be okay in the end.
If it's not okay, it's not the end"