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Mittwoch, 29. Juni 2016

Porentief wohlfühlen mit Clarisonic

Der Tag war anstrengend, die Nacht lang, beim Fest mit Freunden ist es spät geworden: Da ist die Verlockung groß, sich einfach ins Bett fallen zu lassen und alles Weitere auf den nächsten Morgen zu verschieben. Auch das Abschminken. Und ja, so eine bin ich. Ich gehe immer geschminkt ins Bett, wenn es mal wieder etwas später geworden ist. Doch der empfindlichen Gesichtshaut tut diese kleine Sünde gar nicht gut. Verstopfte Poren lassen die Haut nicht richtig atmen, das Gemisch aus Make-Up, Schweiß und Staubpartikeln bietet Bakterien einen Brutplatz und getuschte Wimpern können brechen. Vor allem wer Make-up verwendet, sollte deshalb auf die abendliche Gesichtsreinigung nicht verzichten. Doch auch für alle anderen macht es Sinn, den Schmutz des Tages sanft zu entfernen. Mit dem richtigen Pflegeprodukt kann das Reinigungsritual sogar Spaß machen. Schließlich ist es ein schönes Gefühl, seiner Haut etwas Gutes zu tun, bevor man in die Federn sinkt. Und genau dieses Produkt habe ich nun für mich gefunden. Ein Produkt wo ich mich morgens und abends schon drauf freue, es zu verwenden.

Tut es nicht auch Wasser? 
Leider nicht wirklich. Während Wasser zwar erfrischt und oberflächlichen Schmutz abwäscht, ziehen Reinigungsprodukte tief in die Poren ein, lösen dort Talgreste und entfernen abgestorbene Hautschüppchen. Was sich tagsüber wie ein öliger Film auf der Haut legt, lässt sich deshalb mit Reinigungsgel oder -fluid, Gesichtsmilch oder Waschcreme besser entfernen als nur mit Wasser. Freie Poren und unbehinderte Hautatmung sind gerade nachts wichtig, denn während wir schlafen regeneriert sich die Haut. Das gelingt ihr am besten, wenn sie sanft aber gründlich gereinigt wurde. auch morgens ist die Gesichtsreinigung fester Teil des Pflegerituals, um den Schweiß der Nacht, Talg und Cremereste abzunehmen. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass die pflegenden Tages- und Nachtcremes richtig einziehen können. Schließlich kann die beste Creme ihre Wirkung nicht entfalten, wenn die darin enthaltenen Wirkstoffe nicht dorthin kommen wo sie hinsollen. Sind die Hautporen verstopft, kann die Creme nicht in tiefere Hautschichten gelangen. Oft enthalten Gesichtsreinigungsprodukte zudem pflegende und hautberuhigende Substanzen, die der zarten Gesichtshaut zugutekommen.


Die goldenen Regeln - Worauf achten? 
Die tägliche Gesichtsreinigung sollte sanft und gründlich sein und vor allem den Hauttyp entsprechen. Die meisten Kosmetikhersteller haben verschiedene Pflegelinien, die den jeweiligen Bedürfnissen der verschiedenen Hauttypen entgegenkommen. Die einzelnen Komponenten sind dabei harmonisch aufeinander abgestimmt und bilden ein komplettes Pflegeprogramm. Nach der Reinigung empfiehlt es sich, zur Klärung und Erfrischung der Haut und zum Entfernen etwaiger Rückstände des Reinigungsprodukts z.B. Gesichtswasser zu benutzen. Auch sie haben eine pflegende Wirkung, die auf die jeweiligen Hautbedürfnisse abgestimmt ist. Damit ist die Haut optimal auf die Creme vorbereitet.

Und welche Reinigung benutze ich? 
Ich habe lange nach einer passenden Reinigung für mich gesucht und mich durch die verschiedensten Marken und Ausführungen getestet. Gesichtsreinigungsbürsten fand ich schon immer toll. Die ganz einfache ist mir allerdings zu hart für mein Gesicht. Ich gehöre zu den Frauen, die sehr empfindliche und reizvolle Haut haben. Außerdem bin ich ein kleiner fauler Mensch was meine Gesichtsreinigung angeht und brauche daher etwas, was mir so viel Arbeit abnimmt wie es nur geht. Also habe ich mich für die Gesichtsreinigungsbürste von Clarisonic entschieden.

Was ist denn nun so besonders an der Clarisonic?
Naja, die Besonderheit der Clarisonic Gesichtsbürste ist, dass der Bürstenkopf nicht rotiert, sondern mit über 300 Bewegungen pro Sekunde vibiert und somit sehr sanft und gründlich ist. Es gibt 5 verschiedene Arten der Clarisonic Bürste, wobei die Clarisonic Pro nur an Professionelle Kosmetiker und Salons verkauft wird. Mia, Mia 2, Aria und Plus gibt es. Mia ist das Einsteigermodell und auch die günstigste Variante. Je mehr man zahlt, desto mehr Akkuleistung und einstellbare Geschwindigkeiten bekommt man. Ich habe mich für die Clarisonic Mia 2 entschieden. Im Set erhalten war die Mia 2, das Ladegerät, ein sensitive Bürstenkopf und eine Waschgelprobe. Die Gesichtsbürste ist wasserfest. Das Ladegerät solltet ihr aber am besten nicht im Badezimmer aufbewahren.


Wie wende ich die Gesichtsbürste an? 
Die Anwendung ist ziemlich simpel und für faule Menschen, damit meine ich mich, einfach ideal. Zuerst tragt ihr einen Cleanser eurer Wahl auf das Gesicht (das muss nicht der von Clarisonic sein). Anschließend wird die Gesichtsbürste angeschaltet. Am Anfang sollte man die Bürste 20 Sekunden über die Stirn kreisen lassen. Aber vorsicht: Nicht zu fest aufdrücken oder rubbeln, das macht das Clarisonic von ganz allein! Sind die 20 Sekunden vorbei piept es einmal und die nächsten 20 Sekunden fangen an für den Nasenbereich und das Kinn. Die letzten 20 Sekunden werden in 2x 10 Sekunden aufgeteilt, so bekommt jede Wange von euch die richtige Pflegezeit!

Und mein Fazit? 
Die Haut ist nach der Anwendung porentief rein. Und damit meine ich wirklich blitz sauber! Der Wattepad Test bestätigt das, es bleiben keine Make-up Rückstände auf der Haut. Zudem werden Hautschüppchen abgetragen und die Haut ist weicher. Und für faule Leute einfach nur top! Ich muss nicht einmal Sekunden zählen und kann mich perfekt auf meine Clarisonic verlassen. Die piept einmal, um mir zu zeigen, dass ich die Gesichtspartie wechseln sollte. Perfekt! Ich kann sie wirklich nur weiter empfehlen. Es ist zwar eine menge Geld die man erstmal investiert aber eure Haut wird es euch danken.
Dienstag, 28. Juni 2016

Lästerschwestern

Schlechtes Gewissen, weil wir lästern? Fehlanzeige!
Wer lästert, der lügt. Wer behauptet er lästert nie, sagt nicht die Wahrheit. Da haben wir den Salat. Egal wie wir es drehen und wenden, ehrlich ist es nicht. Ein schlechtes Gewissen verspüren wir selten. Wir kennen mindestens einen Komplizen, der mit uns das Tun oder Erscheinen eines Dritten analysiert und kritisch bewertet. Das macht die Sache nicht nur einfach, sondern auch amüsant. Oder habt ihr jemals im Monolog gelästert und dabei Spaß gehabt? Eben. Denn dann wäre es ja auch nicht das, was es ist. Lästern.

Warum lästern für uns ok scheint
Zur leichten Disziplin zählt, über Fremde zu spotten. Im vertrauten Kreis ziehen wir über jemanden her, den wir nicht kennen. Kichernd oder mit Kopfschütteln, kritisieren wir dessen Optik oder Verhaltensweise, um unsere Aufmerksamkeit anschließend wieder den wichtigen Gesprächsthemen zu widmen. Das ,,Opfer" wird nie erfahren, dass wir für einen Moment auf dessen Kosten ein Wohlbefinden verspüren durften. Darum geht es nicht? Warum haben wir es dann getan? Hätten wir betreffende, vermeintlich schlecht gekleidete Personen zum Anhalten animiert und ihnen unsere Gedanken ins Gesicht geschleudert, dann wäre das ganz schön unangenehm geworden. Nicht nur für sie, sondern auch für uns.


Eine wesentlich heiklere Situation: lästern über Freunde 
Spannend wird es, wenn wir uns dazu bei Menschen aus unserem Bekannten- oder Freundeskreis hinreißen lassen. Denn: hier gehen die Motive meist tiefer und sind vor allem persönlicher. oftmals gaukeln wir uns selbst vor, dass es sich nicht um die Lust am Lästern dreht. Nein, wir machen uns Sorgen, die ausgesprochen und diskutiert werden müssen. Aber wenn wir so sehr um das Wohlergehen dieser armen Seele bangen, warum sprechen wir sie nicht darauf an? Machen auf den Misstand aufmerksam und versuchen aufrichtig zu helfen? Oder fehlt uns schlichtweg das Verständnis für die Verhaltensweise der betroffenen Person? Oder haben wir sehr wohl verstanden und reden, weil uns der Neid dazu treibt?

Du bist falsch und ich bin richtig
Letzlich ist es auch gleich, denn am Ende geht es doch sowieso nur darum, sich selbst zu versichern: das, was beim Gegenüber schief läuft, läuft bei uns richtig. Mit dem weiteren schönen nebeneffekt, dass sich unser Ego ohne Anstrengung und selbstgefällig in der Sonne aalen kann. Wir reden uns das Lästern also einfach schön, weil uns niemand dafür belang und weil wir uns so, auf kosten anderer, für kurze Zeit besser fühlen können.

Wie wäre es, wenn wir statt immer auf den Nächsten zu schielen, uns einfach mehr mit uns selbst auseinandersetzen würden? Fehler würden wir sicher ebenfalls zu Genüge finden. Doch im Gegensatz zu gemeiner Lästerei hätten wir bei uns auch die Chance, wirklich was zu ändern oder zu akzeptieren und so unser Selbstwert zu steigern, ohne einen faden Beigeschmack haben zu müssen.
Montag, 27. Juni 2016

Written: 50 erste Dates #6

..Ich habe ihn so lange nicht gesehen, so lange nicht berührt. Ich konnte so lange nicht seinen Duft einatmen. Ich zittere, quäle ein leises ,,Hallo" hervor. ,,Hey na, alles klar bei dir? Was machst du hier?" sprudelt es aus A. seinen Mund. Ich bin froh, dass er nicht so schüchtern ist, wie ich es bin. Ich versuche nicht aufgeregt zu klingen und locker zu antworten. ,,Na, ich muss nachsitzen" kaum habe ich meinen Satz ausgesprochen, würde ich am liebsten im Erdboden versinken. Ich schalte ab und bekomme nur noch einen Satz von A. mit ,,Soll ich dich nachher mit nach Hause nehmen?" WAS? A. will mich mit nach Hause nehmen? Innerlich tanze ich. Ich könnte schreien und weinen vor Glück. Natürlich soll er mich mit nach Hause nehmen. ,,Kannst du machen" antwortete ich ihm. Ich renne die Treppen hoch, schnappe mir meine Sachen und fahre einfach früher nach Hause als geplant. A. zeigt mir sein Auto. Es ist ein Golf 3, in einem so dunklen Farbton dass ich ihn nicht zwischen Grün und Schwarz unterscheiden kann. Ich fühle mich hier wohl.


A. und ich fahren 3 Stunden durch die Gegend und erzählen uns was die letzten 1,5 Jahre passiert ist. Bei ihm ist mehr passiert als bei mir. Er habe momentan etwas streit mit seiner Freundin F. und allgemein klingt er nicht besonders glücklich. Zumindest soweit ich das beurteilen kann. ,,Warum hast du dich so lange nicht bei mir gemeldet?" traue ich mir zu sagen und muss mir die Tränen verkneifen. Ich schaue aus dem Fenster und beiße mir auf meine Unterlippe. Mit A. seiner Antwort habe ich niemals gerechnet: ,,F. hat mir den Kontakt  zu dir verboten. Ich musste auch deine Handynummer löschen". Ich spüre ein kurzes ziehen in meinem Herzen. A. muss langsam wieder nach Hause und ich auch, meine Mutter macht sich bestimmt schon Sorgen. Ich verabschiede mich und hoffe, dass er sein versprechen hält, und mir schreiben wird. Nichts.
Freitag, 24. Juni 2016

Vom Rülpsen bis zum Zusammenziehen: Die wichtigsten Stationen in jeder Beziehung

Hach, wie schön sind doch die ersten Monate in einer Beziehung, in denen man nur das Beste voneinander kennenlernt. Doch irgendwann schlägt sie zu, die bittere Realität. Der erste Pups ist ein Meilenstein! Allerdings definitiv nicht der letzte. Und jeder in einer festen Beziehung kennt das. Am Anfang duften wir alle nach Rosen und Zuckerwatte vollumfänglicher Idealisierung sei Dank. Doch nach und nach drängt sich zwangsläufig die Realität in jede Partnerschaft. Das muss nichts Schlechtes sein, sondern ist ein Zeichen von wachsendem Vertrauen und Nähe.

Die wichtigsten Beziehungs-Meilensteine, die jeder kennt: 

Knutschen trotz Erkältung
Wenn die Hormone in der Blutbahn kitzeln wie Kohlensäure und man die Partnerin noch mit emotionalem Weichzeichner anschaut, ist eine Schnoddernase kein Grund, das Knutschen einzustellen. Es gleicht viel mehr einem Liebesbeweis: ,,Ich küss dich immer - egal, wie du schniefst und triefst."

Morgens küssen
Wenn man sich noch nicht in- und auswendig kennt, ist der erste Kuss nach dem Aufwachen immer ein wenig .. unangenehm. Immerhin sind in der Nacht gefühlt Hamster in der Mundhöhle verreckt oder Karius und Baktus haben ihr schändliches Werk verrichtet und das sollte niemand riechen müssen. Schon gar nicht die Angebetete. Mit fortschreitender Beziehungsdauer kommt irgendwann der Moment, in dem es einfach egal ist.


Rülpsen 
Irgendwann geschieht es versehentlich: Nach übermäßigem Genuss vorzugsweise kohlensäurehaltiger Getränke entfleucht einem von euch während eines gemeinsamen Lachanfalls ein zarter Rülpser. Im Idealfall gefolgt von weiterem Kichern. Das zarte Rülpsen steigert sich je nach länge der Beziehung bis hin zu einem Rülps-Wettbewerb. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ihr euch wohl miteinander fühlt.

Der erste richtige Streit
Er ist unvermeidbar: euer erster Streit. Die Gründe dafür können ebenso vielfältig wie banal sein. Aber es tut immer weh. Partnerschaftszoff bedeutet jedoch mitnichten das Ende der Beziehung - im Gegenteil: Die idealisierte Verklärung des Partners wird durch ein realistischeres Bild ersetzt. In einem Streit werden zudem Grenzen ausgehandelt und die nächste Beziehungsentwicklungsstufe erklommen.

Die Eltern kennenlernen

Wenn ihr euch euren Familien vorstellt, ist es wirklich ernst. Denn Familien können zuweilen sehr komplexe soziale Gefüge mit eigenen, skurrilen Regeln sein - einen Menschen ,,von außen" dort zu integrieren, bedeutet immer ein Stück weit Aufregung und Aufwand. Das nimmt niemand einfach für irgendjemanden auf sich. Außerdem seid ihr im Familienkontext zumindest teilweise jemand anders, jeder hat in diesem Konstrukt seine Rolle. Und Familien wissen mitunter recht unangenehme Dinge über euch. Wer in diesen Kreis mitgenommen wird, soll bleiben.

Sich ein Handtuch teilen
Leidenschaftlicher Sex unter der Dusche oder in der Wanne ist die eine Sache - danach dasselbe Handtuch benutzen eine andere. Oder? Irgendwann spielt das keine Rolle mehr, immerhin tauscht ihr ohnehin regelmäßig verschiedenste Körperflüssigkeiten aus.


Voreinander pupsen
Ihr sitzt auf der Couch, einer von euch beugt sich zu den Chips - und Zack! - entweicht ein Lüftchen. Was euch zu Beginn der Beziehung vermutzlich noch die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte, ist inzwischen höchstens Grund zum Kichern. Kein Wunder: Ihr steht euch inzwischen nah genug, um euch wegen derartiger Kleinigkeitgen nicht mehr zu genieren.

Hemmungslos voreinander weinen
Ihr könnt so viele Körperflüssigkeiten austauschen, wie ihr wollt - so lange keine Tränen dabei sind, seid ihr nicht wirklich intim. Dem anderen seine Seele zu öffnen und seine Narben, Wunden, die ganze Schwäche und Verletzbarkeit zu zeigen, das ist ein mutiger Schritt und ein Zeichen absoluten Vertrauens. Vom verheulten Anblick mal ganz abgesehen.

Pickel ausdrücken
,,Du hast da was auf dem Rücken...Warte, ich mach dir das mal eben weg." Dieser simple Satz läutet eine neue Beziehungsphase ein: die vollkommene Abwesenheit von Ekel und Scham in Austausch für Fürsorge und Intimität. Sich gegenseitig die Pickel ausdrücken - so widerlich es klingen mag - das machen nur Paaren, zwischen die kein Wattepad mehr passt.

Zusammenziehen
Ein erfolgreicher Schritt, der gut überlegt sein will. Denn habt ihr erst mal eure Tupperdosen miteinander vermischt, bekommt ihr sie nicht mehr so leicht auseinander. Zwei leben zu einem zu machen ist nicht ohne weiteres wieder umkehrbar. In welche Wohnung zieht man überhaupt? Und schließlich die heikle Frage des Interieurs: Das hässliche Ledersofa zum formschönen Holztisch? Puh.

Gemeinsam zu Ikea
Und zwar auf einem Samstag, härter geht es absolut nicht. Hier prallen alle Unterschiede zwischen euch in einer umfassenden Stresssituation aufeinander. Spätestens zwischen den Selbstbedienungsregalen ist schon die eine oder andere Liebe in die Brüche gegangen. Wer das jedoch übersteht und es auch noch schafft, anschließens friedlich und kooperativ einen Schrank aufzubauen, der ist für alle Krisensituationen und Katastrophen gewappnet.

Magendarm durchstehen
Wer zusammen wohnt, wird irgendwann auch zusammen krank. Und das Fürcherlichste auf der Welt ist nun mal Magendarm. Wenn der ganze Körper, unterjocht von einem winzigen Virus, ein schwitzendes, speiendes Bündel wird und ihr, vereint im gemeinsamen Siechtum, nur noch zwischen Eimer und Kloschüssel umherkriechen könnt, offenbart sich die wahre Stärke eurer Zuneigung.

Zusammen ins Badezimmer
Inzwischen dürfte klar sein, dass keiner von euch beiden irgendeinem Zeitpunkt seines Lebens etwas ausscheidet, das auch nur ansatzweise nach Rosen riecht. Und wer sich ohnehin so nahe steht, muss und will möglicherweise einfach nicht draußen warten, bis der andere fertig ist. Man kann ja auf Klo einfach weiterquatschen. Einer putzt Zähne, der andere tut .. was Menschen eben so tun.
Donnerstag, 23. Juni 2016

Die Staubmäuse tanzen Samba!

Halblaut denke ich vor mich hin, als ich schon auf den Knien liege: ,,Wie putzen eigentlich Veganer oder Buddhisten?" Der harte Boden in der Küche schmerzt, trotzdem wische ich eifrig mit dem dreckigrosa Schwammtuch die Spinnenweben unter der Spüle weg. In den mausgrauen und mausgroßen Staubgewöllen vor mir tümmeln sich garantiert Milliarden von Kleinst-Käfern, Winzig-Würmern und noch nicht entdeckte Lebensformen. Was täte ich, wenn ich keine von ihnen töten dürfte? Die Gegend zwischen Herd und Spülmaschine zum Naturpark erklären? Und dann irgendwann ausziehen?

Eine Ecke weiter krieche ich mit dem Staubsauger ins Badezimmer. Wahrscheinlich ist es eine Umwelt-Verordnung der EU-Bürokraten, die vorschreibt, dass der Saugrüssel immer breiter ist als die Ritze zwischen Wand und Schrank, wo sich der Dreck sammelt. Der Hausputz ist Plackerei und Frust. Und wenn man genau darüber nachdenkt: von der Ökobilanz her so etwas wie eine rücksichtslose Treibjagd quer durch den Garten Eden.

Was ich allein in den paar Stunden mit dem Wischmop an Biotopen, Symbiosen und kompletten Ökosystemen vernichtet habe! Der Staubsauger schluckt die Milben-Kolonien, das Wischtuch zerfetzt das filigrane Gewebe der 6-Beinigen Mitbewohner, der Besen verbreit noch die letzten Feinkostkäfer in den Bodenritzen.


Ganz böse: WC-Reiniger mit Chlor oder anorganischen Säuren. Es muss ja nicht immer die Chemiekeule sein, raten die Experten aus dem UBA: ,,Gelegentlich kann großer Schmutz, zum Beispiel Sand, sogar allein mit Besen, Handfeger und Kehrblech beseitigt werden." Was täten wir nur ohne die lebenspraktischen Ratschläge unserer obersten Bundesbehörden? Kämen Sie jemals auf die Idee, den Staub in der Ecke einfach so mit Handfeger und Kehrblech wegzuputzen?

Gegen die Chemiekeulen habe ich eine kleine Empfehlung für euch. Eric und Adam ruften zusammen die Marke ,,Method" ins Leben. Method ist eine Firma die Reinigungsmittel mit geballter Pflanzenkraft herstellt. Die Reinigungsmittel duften nicht nach chemisch, aggressiven Putzmitteln, die man am liebsten direkt in die hinterste Ecke des Schrankes verstecken möchte sondern nach Lavendel oder Pink Grapefruit.

Wie viel zahle ich nun für nachhaltige Reinigungsprodukte und bringt es etwas?
Definitiv kein Vermögen! Jedes Produkt kostet 3€ und ist damit absolut im Rahmen! Mein Päckchen kam an und ich machte mich direkt ans putzen. Ich bin begeistert. Seit ich meine eigene Wohnung habe teste ich mich durch verschiedene Reinigungsmittel und war von noch keinem so überzeugt wie von den Produkten von ,,Method".

Wo bekomme ich die Reinigungsmittel zu kaufen?
Method Reinigungsmittel gibt es bei Kaisers Tengelmann, Budni, DM und Müller zu kaufen.


*in freundlicher Zusammenarbeit mit Method
Mittwoch, 22. Juni 2016

Die Melodie des Lebens

Manchmal ist sie fröhlich, leicht oder lebendig. Manchmal traurig oder depressiv. Mal laut, mal leise, mal langsam, mal schnell. Jeder Mensch wird sein Leben lang von einer Melodie begleitet. Selten ist es immer die Gleiche, meistens wandelt sich der Klang von Zeit zu Zeit. Wird langsamer, ruhiger, vielleicht auch melancholisch, um dann kurze Zeit später wieder lebendig zu werden, Dich zum tanzen zu bringen. Nicht immer, aber oft hat man es selbst in der Hand, wie seine Melodie klingt. Denn egal wie schwierig oder traurig eine Situation auch sein mag, man hat es selbst in der Hand, das  Beste darauf zu machen. Etwas zu verändern. Und wenn es manchmal auch nur die eigene Denkweise ist.

Ich selbst habe mich für eine fröhliche Melodie entschieden. Das war aber nicht immer so. Und so einfach wie es klingt, war es auch nicht. Denn lange Zeit war es anders. Erschien es mir unmöglich die melancholische Ballade, mit einem depressiven Hauch, die im Hintergrund in einer Endlosschleife ablief, abzuschütteln und mich davon frei zu machen. Ich war einsam und traurig und konnte meine eigene Gesellschaft oft kaum ertragen. Ich kapselte mich ab und gab mich meinem Selbstmitleid hin. Versteckte mich hinter einer Fassade, die den Anschein erweckte, alles sei gut. Da war ich Profi drin. Bis ich verstanden habe, dass das Glück nicht einfach auf der Straße liegt oder mir zuläuft. Man muss sich aufraffen und danach suchen!


Alles geht den Bach runter
Einfach danach suchen ist unmöglich? Du sagst Dir gerade, dass Du eh vom Pech verfolgt wirst und deshalb niemals glücklich sein kannst? Vielleicht hast Du gerade Deinen Job verloren und bist deswegen entmutigt. Oder du fühlst Dich einsam, weil es für Dich scheinbar einfach nicht den passenden Deckel gibt. Oder Dein Herz hängt an Menschen, die Dich immer wieder runterziehen, anstatt Dich aufzubauen. Es gibt so viele Situationen, die Dich glauben machen, alles sei aussichtslos. Manchmal ist man selbst schuld, manchmal sind es die anderen. Oft sogar hat niemand die Schuld. Und es bringt auch nichts, nach einem Schuldigen zu suchen. Du solltest viel mehr nach etwas suchen, dass Dich aufbaut, Dir neue Kraft schenkt. Etwas, das Deinem Leben einen neuen Klang verleiht.

Die Sonne scheint zwar nicht immer
Dafür sorgen oft die Einflüsse des Alltags. Nicht selten ist man einfach nur müde und gestresst. manchmal kommen auch negative Gedanken in mir hoch. Gedanken an Fehler, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, auch wenn ich wünschte, es wäre anders. Gedanken, an liebe Menschen, die nicht mehr da sind. Freundschaften, die in die Brüche gingen, oft wegen Kleinigkeiten. An Dinge die man verloren hat, unwiederbringlich. Ja, solche Tage gibt es immer wieder. Aber ich lasse mich nicht mehr von solchen Gedanken gefangen halten, reiße mich schnell von ihnen los und erfreue mich statt dessen lieber an den vielen kleinen Dingen, die einen wieder zum Lachen bringen. Eine liebevolle Umarmung oder einem Abendhimmel.
Samstag, 18. Juni 2016

Kein Rummel ohne gebrannte Mandeln!

Herrrrrreinspaziert, hier ist Stimmung, hier ist Action!
Oder wie die als Bälleverleiherin getarnte Alltagsphilosophin in der Wurfbude sagt: ,,Es liegt bei euch. Wer nicht riskiert, gewinnt auch nichts!" Genau so sieht es aus. Der Jahrmarkt, die Kirmes, der Rummel - das ist ein tausend Jahre altes Versprechen, ein Spiel mit Einsatz und Risiko. Scheppernd putzt jetzt einer mit beherztem Wurf alle Büchsen von der Platte. ,,Hauptgewinn", ruf die Frau, ,,freie Wahl aus all den schönen Sachen!" Der Sieger wählt eine Minnie Mouse und zieht begeistert von dannen. Ob es wirklich alles schöne Sachen, darüber lässt es sich nur streiten. Das Ding hat keinerlei ästhetische Qualitäten, die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Sein Glück ist eine Plüschmaus. Wow. 


Das gibt es nur auf dem Rummel. Völkerschaften, die sich friedlich um Zuckerwatte oder Liebesäpfel balgen, mit Senf bekleckern und kreischend ,,Wilde Maus" oder ,,Super-Twister" fahren. Durchschaukeln, verblüffen, auf den Kopf stellen - das ist immer noch Schaustellerprinzip, auch wenn es statt Schiffsschaukel heute kombinierte Bunjee-Jumping-Trampolin-Wippen gibt, an denen freudig quiekende oder angstvoll jaulende Kinder baumeln. Die Buden reihen sich nur so nebeneinander. Reizüberflutung. Man kann sich nicht entscheiden was man haben möchte. Ein Süßigkeiten-Stand nach dem anderen. Es gibt keine Unterschiede. Nur minimale an den Preisen und der Aufmachung. Und trotzdem ist für mich ein Rummelbesuch kein richtiger Besuch ohne am Ende des Tages mit gebrannten Mandeln nachhause zu gehen. Diese kleinen unwiderstehlichen Zuckerbomben haben es mir angetan. Ich habe mir schon desöfteren gefühlt 10 Zähne aufeinmal rausgebissen aber kann es einfach nicht sein lassen. Und die freudige Nachricht ist, dass ihr die nun sogar außerhalb der Rummel-Saison auf Koro Drogerie kaufen könnt!

Großer Tipp: Die Erdnusskerne im BBQ Teigmantel sind ein richtiger Gaumenschmaus!
Freitag, 17. Juni 2016

Written: 50 erste Dates #5

..S. und ich haben keinen Kontakt mehr. Wir haben uns immer mehr auseinander gelebt. Wir haben uns kaum noch gesehen. Selbst das schreiben wurde immer weniger. Sie hat sich sehr viel mit den Freunden von A. getroffen.

A. hat einige Tage später seinen Beziehungsstatus geändert. Er ist jetzt in einer Beziehung. Mein Herz schlägt plötzlich schneller. Mir wird am ganzen Körper warm. Und da ist wieder dieses flaue Gefühl im Magen. Ich fange an zu zittern. A. erzählt mir, dass er mit F. zusammen ist. Für mich bricht eine Welt zusammen. Meine Augen füllen sich mit Tränen. Ich klappe meinen Laptop zusammen. Lege ihn auf den Boden und fange an zu weinen..


Es ist ein ganzes Jahr vergangen. 365 Tage. Auch A. und ich haben keinen Kontakt mehr. Ich habe ihn in den ersten Wochen noch regelmäßig geschrieben. Bekam aber nie eine Antwort. Ich habe gedacht, ich habe mich damit abgefunden. Komme damit klar. Doch ich wurde ganz schnell vom Gegenteil überzeugt. Ich bin zusammen mit meiner Mutter einkaufen. Wir haben beide hunger und wollen uns etwas bei unserem Bächer zu essen holen. Wir gehen rein. Ich gucke zur Theke. Plötzlich zieht mein Magen sich zusammen, mein Herz schlägt schneller und ich merke wie ich schlagartig blasse werde. "Alles okay bei dir, J.?" fragt mich meine Mama. Ich nicke. A. steht vor uns. Ich bin mir nicht sicher ob er mich erkennt. Er beachtet mich nicht und verlässt den Laden. Ich stehe neben mir. Kann nicht mehr klar denken. Den restlichen Einkauf lebe ich wie in einem Trance. Plötzlich spielt sich alles wieder in meinem Kopf ab. Unser Kennenlernen. Unser erstes Treffen. Wie er mir voller stolz sein neues Haargel gezeigt hat. Ich schmunzel. Wie er versucht hat mich in den Arm zu nehmen. Sein Lied was er immer gehört hat. Wie wir zusammen spazieren gegangen sind. Ich bin heilfroh als wir wieder Zuhause angekommen sind. Ich verspüre den innerlichen Drank in mein Zimmer zu rennen, den Laptop zu starten und A. zu schreiben. "Hey, warst du das heute beim Bäcker?" schrieb ich. Natürlich war er das. Minuten vergehen, Stunden, Tage, sogar Wochen. Ich erhalte keine Antwort. Ich versuche wieder auf andere Gedanken zu kommen. Mich abzulenken. Nicht an ihn zu denken.


12 Monate später
Ich bin keine vorbildliche Schülerin. Diskutiere mit den Lehrern. Lasse mir nichts gefallen und weigere mich vor Hausaufgaben. Ich werde oft mit Nachsitzen bestraft. Lernen tu ich daraus allerdings nicht. So wie heute. Ich muss 2 Stunden länger in der Schule bleiben, weil ich 3x vergessen habe meine Hausaufgaben zu erledigen. Ich hole mir aus unserer großen Pausenhalle gerade einen Kakao. Als ich die Treppen wieder hoch gehe, höre ich jemanden meinen Namen rufen. Ich bleibe stehen. Ich kenne diese Stimme. Sie kommt mir so vertraut vor. Einordnen kann ich sie allerdings nicht. Ich gehe weiter in mein Klassenzimmer. Meine Neugier ist stärker und ich gehe zurück. Wieder runter in die Pausenhalle. Da steht A. ..
Dienstag, 14. Juni 2016

Lasst das bitte mit der Stutenbissigkeit

Ich gebe zu, in der Pubertät gehört lästern und schlecht machen anderer Mädels irgendwie dazu und rührt daher, dass man mit sich, den körperlichen Veränderungen und den Jungs (die plötzlich nicht mehr doof waren) komplett überfordert ist. Dabei sucht man sich sein Ventil nicht nur in der Ablehnung der Eltern, sondern eben auch in der Gehässigkeit gleichgeschlechtlicher. Im Endeffekt möchte man besser dastehen als die anderen. Man möchte witziger, cooler, attraktiver und besser sein als die anderen Mädels. Dass man sich dabei aber total verstellt, ist einem erst später bewusst. Irgendwann hat es in meinem Kopf ,,Klick" gemacht und ich konnte mit diesem Lästern und Hinterhältig-Sein nicht viel anfangen.


Ich dachte, dass sich das mit dem Alter legt. Aber dann ist man im Berufsleben und tritt auf gestandene Frauen, die das Bedürfnis haben sich beim Chef einzuschleimen. Wie viel Mühe und Energie sie darauf verwenden andere schlecht zu machen, ist für mich bis heute unverständlich. Eigentlich überspielen sie auf diese Art nur ihre Unsicherheit und den Hass auf sich selbst. All das kann aber auf Dauer nicht sonderlich gesund sein.

  
Aber wozu das alles?
Das Leben ist doch viel einfacher, wenn man sich Gleichgesinnte sucht und mit ihnen an einem Strang zieht. Damit erreicht man doch viel mehr, als wenn man immer gegen andere schießt. Frauen oder auch Männer die mir unsympathisch sind, muss ich doch nicht auch noch mit Abneigung oder Hass beachten? Wozu soll ich noch einen Gedanken daran verschwenden? Es wird immer witzigere, coolere, attraktivere und bessere Frauen geben. Aber warum sie dafür schlecht machen? Vielleicht beneidet sie euch um eure Figur, den Klamottenstil, oder die Art wie ihr mit Stresssituationen umgeht. Lernt doch lieber von einander, anstatt alles schlecht zu machen. Ihr werdet merken, wie viel besser sich das anfühlt und wie viel Platz im Kopf für wichtigere Gedanken ist. Außerdem lässt euch diese Stutenbissigkeit verbittert und unattraktiv wirken.
Sonntag, 12. Juni 2016

WEEK IN SOME NOTES: KW 23 IN 2016

DAUMEN HOCH
ich finde es immer wieder spannend, wenn ich alte Klassenkameraden oder sogar alte Freunde nach einer langen Zeit wieder sehe. Natürlich auf einer Gartenparty. Wie das auf dem Dorfe halt so ist. Ich finde es super spannend wie man sich weiter entwickelt, wie man heute denkt, was man jetzt macht. Und das war dieses Wochenende wieder der Fall und von mir aus kann sowas gerne öfter mal passieren. Wobei es dann wahrscheinlich auch nicht mehr so spannend ist, sich auszutauschen.

PROUD OF ME 
Ja! Ich bin stolz auf mich. Nicht nur, dass ich mir vorgenommen habe das nun öfter bewusst zu mir zu sagen, wenn etwas passiert ist, worauf ich stolz sein kann. Nop! Auch, dass ich diese Woche ziemlich viel geschafft habe. Auch, dass ich diese Woche erneut über meinen Schweinehund gesprungen bin und ihn wieder erfolgreich besiegen konnte. Bald ist er wahrscheinlich so beleidigt, dass er gar nicht mehr rauskommt und für immer seinen Winterschlaf macht.

DISLIKE
Meine Wohnung habe ich vor fast 1 1/2 Jahren super schnell gefunden. Einen Tag später hatte ich einen Besichtigungstermin und knapp eine Woche später habe ich den Mietvertrag unterschrieben. Und jetzt? Jetzt habe ich gefühlt 5000 Vermieter kontaktiert und keine Antwort bekommen. Warum schreiben die auch nie ihre Telefonnummern mit in das Inserat? 2 Wohnungen wurden schon besichtigt und jedes mal war ein kleines No-go mit dabei. Also aus der Traum. Alle guten Dinge sind Drei! Die dritte Wohnung wurde nun gefunden, Termin abgesprochen. Daumen Drücken ob sie das passende ist!


FACEBOOK
Ich habe mich nach langer Zeit dafür entschieden, dass ich mir eine Facebook-Seite mache. Viele nutzen den Google Follow Button gar nicht mehr und sind bei Facebook viel aktiver. Also liebe Leute HIER EINMAL KLICKEN und dann könnt ihr immer auf dem laufenden bleiben, sobald etwas neues auf dem Blog gepostet wurden ist.

UND SONST SO?
Früher habe ich mir tatsächlich immer ausgemalt wie es ist, wenn meine Schwester und ich zusammen auf Geburtstagen sind oder eben zusammen feiern sind. Ich habe mir das nie vorstellen können. Nun ist es zur Realität geworden. Und ich kann mir nichts besseres vorstellen als mit meiner kleinen Schwester zusammen feiern zu gehen.


Samstag, 11. Juni 2016

People: Was ist dein Päckchen?

Stelle dich mal vor. Wer bist du?
Hey Jasmin. Schön, dass du fragst. Ich bin Melanie und im Mai 26 geworden. Momentan studiere ich noch Deutsch und Geschichte und arbeite nebenbei als Aushilfe. Im August starte ich meine Ausbildung bei DM. 


Man sagt "jeder hat so sein Päckchen zu tragen" Welches ist dein Päckchen? 
Vor ca. 2 Jahren habe ich mich aus einer langen Beziehung getrennt. Das und der Tod meiner Oma haben dazu geführt, dass ich in ein Loch gefallen bin und die Diagnose "Depression" bekam. Im August 2014 ging ich dann in eine Klinik. 


Hast du deiner Familie/ deinen Freunden von deinem Päckchen erzählt? Wie waren die Reaktionen?
Klar. Meine Familie weiß es, aber recht umgehen können Sie damit nicht. Zu meiner Mutter ist das Verhältnis ok. Die meisten haben Verständnis und bieten Hilfe an. Das ist super und hilft aus dem Loch rauszukommen. So nach und nach. Manche können nicht alles nachvollziehen.

 Wie gehst du in deinem Alltag damit um? Bist du sehr eingeschränkt?
Ich habe bei meiner Arbeit damals den Fehler gemacht es allen zu erzählen und mich damit quasi selbst etwas blöder gemacht als ich bin. In der Ausbildung werde ich genauer schauen, wen ich mich anvertraue. Ich habe für mich im Alltag eine Art "Plan" gemacht. Jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehen, essen, sich duschen und fertig machen. Dann so etwas Haushalt und dann etwas unternehmen. Vor allem nicht so viel alleine sein und Grübeln. Mittlerweile nehme ich nur noch ein schwaches Antidepressivum und gehe alle zwei Wochen zur Therapie.

Freitag, 10. Juni 2016

Written: 50 erste Dates #4

..Als A. von seiner Klassenfahrt wieder da ist, treffen wir uns alle zusammen wieder in unserem Schwimmbad. S. ist auch dabei. Mich stört das, aber ich besitze nicht die Stärke und das Selbstbewusstsein, mich ganz alleine mit A. und seinen Freunden zu treffen. Nach einiger Zeit macht mein mangelndes Selbstbewusstsein mir einen Strich durch die Rechnung. Ich werde traurig und sehne mich nach meinem Zuhause. Kurzer Hand entscheide ich mich dafür, dass ich besser fahren sollte. Ich gehe mich umziehen. Als ich wieder komme, sehe ich, dass A. an meiner Tasche spielt. Was macht er da? Er sieht mich und schreckt zurück. Er tut so als sei nichts passiert. Ich schnappe mir meine Tasche, verabschiede mich und gehe Richtung Ausgang. S. bleibt noch. Was anderes habe ich auch nicht erwartet. Ich schließe mein Fahrradschloss auf, stecke mir meine Kopfhörer in die Ohren und fahre nachhause. Meine Gedanken schwirren die ganze Zeit um A. Warum bin ich nur so schüchtern? Gefalle ich ihm überhaupt? Bin ich ihm nicht doch etwas zu jung? "Hallo J. Wie war dein Tag? Hattest du Spaß?" fragt mich meine Mama. Es ist schön zu sehen, wie sehr Sie sich für mich interessiert. Doch noch schöner ist es zu sehen, wie sie sich für mich freut, dass ich endlich eine Freundin habe mit der ich viel zusammen Unternehme. Das ist nicht typisch für mich. Ich habe wenige Freunde. Ich kann sie alle an einer Hand abzählen. Ich bin sehr viel Zuhause. Ich bin nicht die typische Jugendliche. Ich meide Geburtstage und treffe mich nicht gerne mit Menschen.


"Hey Mama! Ja, war ganz okay" antwortete ich ihr kurz und knapp. Ich rede nicht gerne über meine Sorgen. Ich versuche damit lieber alleine umzugehen. Fresse die Probleme lieber in mich rein und versuche sie ganz alleine zu lösen. Ich hänge meinen nassen Bikini und die feuchten Handtücher auf der Wäscheleine im Garten auf. Meine Tasche werfe ich auf mein Bett. Ich schnappe mir den Laptop und versuche mich abzulenken. Das klappt nicht. A. schreibt mir "Hey, guck mal in das kleine Fach vorne in deiner Tasche xD" - "Was ist da? Okay, warte. Ich gucke nach" antworte ich. Ich stelle den Laptop neben mir auf die Bettdecke und schnappe mir meine Tasche. Ich öffne das kleine Fach. Mir kommt eine kleine Schachtel, in Form eines Herzens, entgegen. Mir wird plötzlich flau im Magen. Ich öffne die kleine Schachtel und muss plötzlich anfangen zu lächeln. Ich halte die kleine Schachtel an meinen Körper und atme tief ein. Meine Augen füllen sich mit Tränen. A. hat mir aus Berlin einen Hello Kitty Ring mitgebracht. Woher weiß er, dass ich ganz verrückt nach der kleinen japanischen Katze bin? Ich packe alles wieder zusammen und verstecke die Schachtel in meinen Schrank. Zu groß ist die Angst, dass meine Mama den Ring sieht und mich fragt woher ich diesen habe. Mir ist es unangenehm ihr von A. zu erzählen. Ich möchte peinlichen Fragen aus den Weg gehen und keinem eine Erklärung schuldig sein. "Oh mein Gott! Danke für den Ring. Ich freue mich sehr. Das ist wirklich lieb von dir" schreibe ich in das Chat-Fenster.

Mittlerweile ist es schon Oktober. 4 Monate sind vergangen. Ich bin wieder im sozialen Netzwerk unterwegs. A. teilt gerne seine Erinnerungen mit der Öffentlichkeit. Ich habe das Gefühl, dass A. gar nicht mehr ohne Kamera aus dem Haus geht. Plötzlich sehe ich so viele Bilder mit ihm und diesen einem Mädchen. Sie scheint sehr viel älter als ich zu sein. Sie heißt F. F und A. sehen sehr vertraut aus. Ich traue mich nicht, A. zu fragen, was zwischen den beiden los ist..
Donnerstag, 9. Juni 2016

Jetzt ist Sommer! Kleider fürs Büro

An besonders warmen Tagen sind Kleider einfach das perfekte Outfit. Sowohl im Büro als auch privat. Es ist also höchste Zeit, sich nach den aktuellen schönsten Modellen für den Sommer umzusehen.

Die Tage werden merklich wärmer und gerade wenn es so schwül ist, sollte die Kleidung so luftig und unkompliziert wie möglich sein. Was wäre da also besser als sich morgens einfach ein Kleid überzutreifen? Nichts! Ich habe mich für euch mal nach den aktuell schönsten Modellen umgesehen. Und die passen nicht nur perfekt ins Büro. Nein. Auch in unserer Freizeit passen diese Modelle perfekt rein.


obere Reihe: H&M - untere Reihe: Vero Moda
Mittwoch, 8. Juni 2016

Neid fühlt sich furchtbar an. Muss aber nichts schlechtes sein.

Neid auf das, was andere können oder haben, kennt jeder von uns. Gut fühlt sich das wirklich nicht an. Aber was ist, wenn andere mal auf uns neidisch sind und dir das Gefühl plötzlich gefällt?

Neid frisst auf. Neid macht unglücklich. Neid ist scheiße. Aber hast du schon mal gespürt, wie es ist, wenn andere neidisch auf dich sind? Hast du schon mal wahrgenommen, wie wohlig warm sich dieses Gefühl in dir ausbreitet? Hast du dir auch schon mal ein verlegenes Grinsen verkneifen müssen, weil du den neid deines Gegenüber gespürt hast?

Und ja, was war ich neidisch. Schon immer. In der Schule hatte ich das typische Trauma, dass ich irgendwie immer etwas zu dick war (ich hatte Idealgewicht und sah gesund aus). Trotzdem war ich eben neidisch auf die anderen. Sie waren eben viel schlanker (das behauptete ich damals zumindest), also auch gleichzeitig hübscher und somit beliebter waren. Die anderen hatten immer so viele Freunde, sie langweilten sich nie und hatten immer was zu lachen. Eben einfach neidisch darauf, dass die hübschen Kinder auch immer die besseren Noten hatten. 


Mittlerweile habe ich mich mehr oder weniger mit meinem Spiegelbild vertragen. Wir verstehen uns nun. Also der Spiegel und ich. Mein Freundeskreis ist nicht in Rekordzeit nach oben geschossen sondern ist immer noch überschaubar und das ist auch gut so. Ich brauche auch gar nicht erwähnen, dass die Leute mit schülerVZ, Facebook und co auch ein perfektes Social-Life hatten. Freundesliste voll, Pinnwände voll, extrem lustige und viele Konversationen unter total vielen Bildern von letzter Nacht. Jap und ich war irgendwo dazwischen und neidisch auf alle anderen.

Aber dann kam die Kehrtwende. Genau dann als diese harte Realität zuschlug und es um einen Ausbildungsplatz ging und um die erste eigene Wohnung. Dann als es Zeit wurde Mamas Rockzipfel endgültig zu verlassen. Da war er da. Mein Ausbildungsvertrag. Mein erster Vertrag auf dem ein gutes Gehalt drauf stand. Und kurze Zeit danach folgte mein erster Mietvertrag.

Ich war stolz. Und wie. Zum ersten Mal bekam ich diesen Hauch von Neid zu spüren: Sie waren neidisch auf mich, auf meine Ausbildung und auf meinen Mietvertrag. Und während ich im Real-Life in Gesprächen mit eben diesen Leuten war und ein "Da hatte ich einfach nur Glück" und ein "Das schaffst du auch. Wenn ich das geschafft habe, dann du doch erst recht", ergötze ich mich innerlich in diesem Gefühl. Ich weiß. Ich weiß. Moralisch ist das überhaupt nicht in Ordnung. Aber handeln wir nicht alle so? Und ja, ich fühlte mich besser. Manchmal sogar richtig verdammt gut. Aber das Schlimme daran ist nicht, dass ich mich dabei so gut gefühlt habe. Das würde ich mal ganz schlicht als menschlich verbuchen. Das schlimme daran ist, dass man dabei gerne den Hang zur Realität verliert. Man vergisst in solchen Gesprächen sehr schnell, dass eine eigene Wohnung in einer Ausbildungszeit kein Zuckerschlecken ist und dass man lieber auf die anderen neidisch sein sollte, die noch so lange wie möglich Zuhause wohnen werden. 


Man darf nämlich stolz darauf sein, was man erreicht hat. Auch stolz darauf, was man aus Überzeugung vielleicht auch aufgegeben hat. Stolz darauf, zu sein und zu leben, wie sich das ganz tief in einem drin richtig anfühlt. Egal, ob superschlank oder eben nicht. Ob Chefin mit 100 Angestellten oder eben nicht. Ob mit Abitur oder eben nicht. Ob mit Kindern oder nicht. "That's the world we live in" oder "machen wir sie uns eben so, wenn's uns gefällt." Ein bisschen Pipi Langstrumpf kann doch nicht falsch sein oder?

Klar ist Neid scheiße und ja, der eklig-bittere Geschmack von Neid kommt immer mal wieder hoch. Aber dann sehen wir es eben als Ansporn an uns selbst, noch etwas zu verändern. Am besten an der inneren Einstellung. Damit sich Mr. Neid einfach mal gepflegt vom Acker machen kann. Dann wird Neid vielleicht einfach nur zum Motivationstrainer?
Sonntag, 5. Juni 2016

WEEK IN SOME NOTES: KW 22 IN 2016

DAUMEN HOCH
Erinnert ihr euch an meine letzte Woche? Diese Woche war definitiv besser. Die Achterbahnfahrt ist zwar immer noch nicht vorbei. Dennoch würde ich sagen, dass die Auf und Abs gar nicht mehr so schlimm sind sondern sehr gut zu verkraften. Außerdem habe ich mich über den Sommereinbruch gefreut und stehe seitdem immer mit einem Lächeln im Gesicht auf.

DAUMEN RUNTER
Ich arbeite gerne in einem kaufmännischen Beruf und habe auch gerne mit Papierkram zutun und bekomme das alles sehr gut organisiert. Aber meine Papiere Zuhause? Sortiert? Oh come on .. was ist das denn? Ich finde die Ordner in denen man seine ganzen Papiere einheftet einfach nur grässlich und Platz nehmen sie auch noch weg. Nichtmal die schönen Ordner mit Erdbeeren drauf reißen es noch raus.


FEELS LIKE HEAVEN
Laue Sommerabende habe ich schon immer geliebt. Jetzt liebe ich sie noch mehr. Wie das kommt? Durch meinen Balkon. Ich habe endlich einen schönen Sichtschutz. Einen der meinen Balkon noch viel gemütlicher macht. Der aussieht wie echter Efeu. Zusammen mit guter Musik, einer guten Freundin, etwas zu trinken und vielen Blumen und Kerzenlicht ist es fast wie im Urlaub. Wirklich. Ich mache also dieses Jahr Urlaub auf Balkonien. Damit kann ich Leben.
  
SADEST MOMENT
Ich gehe gerne zum Sport. Ich mache liebend gerne Kraftsport. In letzter Zeit habe ich auf mein Körper gehört und es etwas ruhiger angehen lassen. Mir passiert es oft, dass ich das ganze ab einem bestimmten Punkt zu verbissen sehe und definitiv eine Pause brauche. In diesen Pausen esse ich immer all das wozu ich Lust habe. Das ist definitiv kein vorbildliches Essen. Die Quittung bekam ich heute als ich in den Spiegel guckte und das einen Moment zu lang. Ich habe ziemlich starke Wassereinlagerungen bekommen und schlechte Haut. Aber wisst ihr was? Jetzt bin ich wieder motiviert und habe das Gefühl, dass all meine Gelüste erstmal gestillt sind. Jetzt kann es wieder mit Vollgas los gehen.

SATURDAY NIGHT FEVER 
Nicht ganz. Der ganze Samstag war ein unglaublich guter Tag. Das brauchte ich nach all den Rückschlägen definitiv mal wieder. Zusammen mit meinem Lieblingsmenschen fuhr ich nach Bremen in das Outlet. Am Nachmittag haben wir in der Sonne entspannt und am Abend ging es für uns ins Kino. "The Nice Guys" stand auf dem Plan. Ryan Gosling ist ein absoluter MUSS und enttäuscht wurde ich auch noch nicht von ihm.


Mittwoch, 1. Juni 2016

People: Welches Päckchen trägst du mit dir?

Es gibt genügend Menschen in unserem Umkreis die mit einer psychischen Krankheit leben oder mit anderen Problemen/Einschränkungen. Für die Gesellschaft ist es oftmals noch ein Tabu Thema darüber zu reden. Für mich schon lange nicht mehr. Wenn wir über die aktuellen Geschehnisse in der Welt reden, über die neusten Trends und den neusten Klatsch und Tratsch können wir doch auch über wirklich wichtige Themen reden? Heute möchte ich euch von Madina erzählen. Madina hat ebenfalls ein Päckchen mit sich zu tragen was sie euch heute gerne etwas näher bringen möchte.



Stelle dich doch mal vor. Wer bist du?
Hey, ich bin Madina Gold. Ich habe einen Blog namens "das grüne Haar im Essen" (klick) wo ihr Rezepte, Produkttests und Events findet die ich besuche. Bekannte kennen mich als kleine Frohnatur aber eigentlich leide ich unter schweren Depressionen und Borderline und habe mich in den vergangenen Monaten in einer Psychatrie behandeln lassen.

Man sagt "jeder hat so sein Päckchen zu tragen" Wekches ist dein Päckchen? 
Mein Päckchen ist, dass ich den Lebensmut verloren hatte. Ich hatte das Gefühl, dass mich nichts mehr in meinem Leben glücklich macht. Ich isolierte mich selbst von der Außenwelt und machte nichts mehr außer im abgedunkelten Raum rumliegen und mich in schlechten Gedanken (Suizid, Wunsch nach ewiger Ruhe) zu verrennen. Ich sagte immer, dass ich bevor ich 30 werde, tot sein will. Ich leide seit Jahren unter starken Schlafproblemen und nahm in meiner Verzweiflung alle Schlaftabletten die ich finden konnte. Ich erbrach sie alle unfreiwillig, da ich nicht wusste, dass diese ein Brechmittel beinhalten und da merkte ich, dass es so nicht weiter geht und ich Hilfe brauche.


Hast du deiner Familie/deinen Freunden von deinem Päckchen erzählt? Wie waren die Reaktionen? 
meiner Familie habe ich alles Jahre lang verschweigen können. Erst als ich in der Klinik war, traute ich erst meiner Schwester davon zu erzählen, die dann meinen Eltern vermittelte. Erst danach sprach ich mit meinen Eltern. Die Reaktion meiner Familie war sehr verständnisvoll. Sie machen sich aber auch Vorwürfe, dass ich ihnen jahrelang nichts sagte, aber es lag wirklich nicht an ihnen, dass ich so war. 

Wie gehst du in deinem Alltag damit um? Bist du sehr eingeschränkt?
 Depressionen und Borderline kann man nicht heilen, man kann nur lernen damit umzugehen. Ich versuche mich viel abzulenken in dem ich mich mit positiven Leuten umgebe und viel Sport mache. Ich werde auch in eine Tagesklinik gehen, die speziell nur für Borderliner ist um dort mehr mit dem Umgang der Krankheit zu lernen. Außerdem nehme ich Antidepressiva und Neuroleptika, bei denen ich wirklich merke, dass sie mir helfen. Trotzalledem ist der Wunsch nach ewiger Ruhe immer noch da, finde aber dass das noch warten kann, denn jetzt wo ich mein Leben mit vielen schönen Aktivitäten Fülle es endlich Spaß macht!