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Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gedankenfetzen

,,Ich fahre gerne mit meinem Auto durch die dunkle Nacht, lausche der Musik und verfalle in meinen Gedanken.

,,Wieso bin ich so verunsichert? Ich kenne das doch schon alles und weiß das am Ende alles wieder gut wird."

,;Mach das beste aus der Situation - die haben gut reden, habe ich mir gedacht, als ich einen Werbespot gesehen habe. Woher soll ich wissen, ob das wirklich das Beste war? Woher soll ich wissen ob es nicht NOCH besser geht?"

,,Ich habe mich beeinflussen lassen. Habe die Meinung und Sichtweise der anderen angenommen. Niemand wusste, was ich wirklich fühle und wie es mir wirklich geht. Bis Sie es geschafft haben, mich dort hatten wo sie es wollten. Und ich? Ich bin nicht ich selbst."


,,Niemals möchte ich in eine Großstadt ziehen. Wo gehe ich hin wenn ich meine Ruhe brauche? Wenn ich nachdenken möchte? Wenn ich abschalten möchte und nur die Natur um mich herum haben möchte?"

,,Ich will dem entkommen. Will mich endlich beweisen können. Mir fehlt die Kraft, die Motivation.. Vielleicht fehlst aber auch einfach nur du um mich wieder zu motivieren, mir Kraft zu geben, mir den Mut zu geben, an mich zu glauben.."

,,Vielleicht kommt es mir auch nur so vor. Vielleicht ist es aber wirklich so. All die wichtigen Informationen bekomme ich beiläufig gesagt. Ich will mehr Verantwortung, ich will wachsen.."

,,..und dann sind da wieder diese Gedanken im Kopf und dieses ziehen in der Brust.."
Sonntag, 23. Oktober 2016

Fit over Skinny - Wieso Muskeln gegen Knochen gewinnen

Auf Instagram sehe ich sie jeden Tag: Superschlanke Mädels, die in ihren Größe XS Tights und den knappen Sporttops einfach atemberaubend aussehen! Sie zeigen süße Übungen für einen tollen Po oder dünne Beine und möchten uns alle glauben machen, sie wären superfit - blöd nur, dass die vorgeturnten Übungen meist in einer falschen Ausführung gezeigt werden und viele der Mädels ihre ,,Traumfigur" garantiert nicht von Sit-Ups und Kniebeugen alleine bekommen haben. ,,Hungern" hat leider noch einen viel zu hohen Stellenwert in unserer Welt, den ,,fitten Lifestyle". Muskeln gegen Haut und Knochen. Was glaubt ihr, wer den Kampf gewinnt?


Als ich vor ein paar Jahren mit dem Sport angefangen habe, wollte ich abnehmen. Natürlich. Ich bin nicht morgens aufgewacht und dachte ,,huch, jetzt musst du dich aber wirklich mal gesund ernähren", sondern ich dachte ,,verdammt, jetzt musst du aber echt mal deinen Hintern hochkriegen, sonst passt du nie wieder in deine Klamotten!" Es ging mir nicht darum, meinen Körper so fit zu bekommen, dass ich einen Marathon laufen oder ein knallhartes Bootcamp-Workout durchhalten kann. Ich wollte ,,einfach nur" Gewicht verlieren und einen schönen, dünnen Körper, so wie man ihn im Fernsehen oder im Internet ständig sieht. Ich habe meine Ernährung umgestellt und Sport getrieben - und habe mich nicht auf Diätfallen eingelassen. Hungern bringt nichts, das ist vermutlich jedem von uns klar. Und doch scheint es für viele der einzige Ausweg hin zur Traumfigur zu sein, denn wenn man sich die dürren Mädels auf Instagram anschaut, erscheint dieses Ziel mit normaler Ernährung schier unerreichbar.


Abnehmen geht nicht ,,mal eben so" - un das kommt daher, da abnehmen gar nicht das ist, worum es geht. Ihr nehmt nur ab, weil euer Körper Fett verbrennt und Muskeln aufbaut, welche wiederum noch mehr Fett verbrennen. Wer sich herunterhunger, ist zwar irgendwann vielleicht superdünn, doch die Muskeln schrumpfen, wenn sie nicht genügend Nährstoffe bekommen. Und dementsprechend wenig verbrennen diese verkümmerten Muskeln, wenn man sich dazu entschließt, mal wieder mehr zu essen als nur einen halben Apfel am Tag.


Seit das Thema Crossfit in Deutschland angekommen ist, geht es meiner Einschätzung nach auch gar nicht mehr unbedingt ums Dünnsein - sondern darum, fit zu sein. Mädels trainieren zwischen den Männern im Freihantelbereich des Fitnesstudios und lassen sich bei Crossfit-WODs und Freeletics-Workouts alt aussehen. Viele Frauen wollen Muskeln und keine klapperdürren Körper - und arrangieren sich damit, dass sie dadurch wohl nie mehr in Größe 34 passen werden. So wie ich.

Ich habe lange gebraucht um den passenden Weg für mich zu finden und ein Ziel mit dem ich wirklich zufrieden bin. Was meinen Vorstellungen entspricht und nicht den Vorstellungen von Instagram und Co. Ich habe dazu meine Ernährung von Low Carb auf kohlenhydratreich geändert und lange überlegt, ob diese Entscheidung richtig war. Doch wenn ich jetzt ein Workout mache, fühle ich mich stärker. Das ist es, woraus es ankommt. Ich liebe es zu schwitzen und mich auszutoben, an meine Grenzen zu gehen und sie zu überwinden.

Lasst eure Muskeln spielen Mädels.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Was ist schon Glück?

So oft benutzen wir es, lesen wir es, sprechen es leichtfertig, naiv oder seufzend und sehnsuchtsvoll aus. Studieren Ratgeber, wie wir es am schnellsten erlangen, lassen uns erklären, wie wir es am besten finden. Viele intelligente Menschen philosophierten schon über den Königsweg zum Glücklichsein, und wenn ich heute Google nach ,,Glück" frage, bekomme ich Milliarden Ergebnisse.

Wir sagen, wir wollen doch nur glücklich sein. Glück, das ist das einzige, was zählt im Leben. Reden davon, wir hätten gerade noch einmal Glück gehabt, könnte uns glücklich schätzen, wie das alles gelaufen sei. Und wir wollen und wollen, immer stärker und intensiver - irgendwann muss es doch da sein, dieses Glück! Wenn ich doch nur endlich den guten Job habe, wenn mich doch nur endlich keine Geldsorge mehr quälen, wenn ich doch nur endlich die große Liebe finde.

Pinterest sagt mir, du musst dich nur anstrengen, sei fleißig und arbeite - dann kommt das Glück. Facebook flüstert mir zu, such nach der Liebe, dann kommt auch das Glück. Instagram haut auf den Tisch und ruft, ich soll endlich das Workout machen und meine Ernährung umstellen - dann kommt das Glück.

Und paradoxerweise verlieren wir uns doch jedes Mal wieder, irgendwo zwischen dem festen Willen und dem Glück. Wenn wir an einen Punkt kommen, an dem wir nicht mehr können, weil wir so sehr darüber nachgedacht haben, wie unbedingt wir es schaffen wollen, wie sehr wir unser Ziel erreichen möchten. Aber vielleicht ist das Glück nicht das Ziel, sondern der Weg. Vielleicht konzentrieren wir uns alle zu sehr auf das, was wir unbedingt wollen, denken zu viel nach und sind dann umso enttäuschter, dass es doch nicht kommt - dieses Glück. Sind zu sehr auf uns fixiert, auf das was wir erreichen möchten, dem Streben alles perfekt zu meistern. Aber es kann doch nicht unser Ziel sein, glücklich zu sein - denn das ist doch eigentlich nur Effekt. Ein Effekt von Freiheit, tiefen Gefühlen, Selbstannahme und Fortschritt. Von all dem, was wir leisten, weil es groß ist, egal wie klein es uns vorkommt. Von der Leidenschaft zu Kreationen, Entwicklungen, Menschen. Von Erlebnissen, Eindrücken, Erfolgen. Ein Effekt von einem Leben, das du führst, mit dem Sinn, den du dir gibst, mit all den Stärken, die du hast, von der Freiheit, die du dir schaffst.

Also denken wir nicht weiter nach, versuchen wir Glück nicht zu definieren, versuchen wir auch nicht es zu unbedingt erreichen zu wollen. Lass mal treiben, leben für die Dinge, die uns wichtig sind, die Menschen, die uns was bedeuten, die Momente, die wir genießen.

Denn, mal ganz im Ernst - was ist schon Glück, verglichen mit all dem?
Sonntag, 2. Oktober 2016

In meiner Welt ist alles heile!

Nun ist es 36 Tage her und ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht jeden einzelnen Tag zähle und mich Abends bedanke, dass ich wieder einen Tag geschafft habe. Manchmal mit Tränen, manchmal ohne Tränen. Ich fühle mich schrecklich einsam obwohl ich fast immer unter Leuten bin. Ich fühle mich schrecklich einsam wenn ich am Abend in meinem Bett liege, den Wind draußen durch die Äste wehen höre und in meinen Gedanken versinke. Ich fühle mich jede Nacht schrecklich einsam wenn ich aufschrecke, weil ich mal wieder schlecht geträumt habe. Meine schlechten Träume sind in den letzten 36 Tagen so normal für mich geworden wie das Atmen. Ich fühle mich schrecklich einsam wenn ich nach dem Feierabend meine Haustür aufschließe und sie hinter mir schließe. Ich fühle mich schrecklich einsam wenn ich morgens alleine an meinem Tisch sitze und frühstücke. Ich fühle mich auch schrecklich einsam wenn ich in der Küche stehe, mich umdrehe und jemanden suche zum Fragen ,,was möchtest du heute essen?".

36 Tage ist es nun her. In all den Jahren habe ich einen Weg gefunden mich nicht zu verlieren und an mich zu denken. Das klappt eigentlich gut. Doch manchmal tauche ich ab. Ich tauche ab in meine kleine Welt. In meiner Welt ist nämlich alles heile. Die Realität war eigentlich nur ein böser Traum. Meine heile Welt ist meine ganz eigene Realität. So wünsche ich es mir. In all den Jahren habe ich es gelernt meine Maske abzulegen und so zu sein wie ich bin. 36 Tage ist es nun her. 36 Tage in denen ich mich anstrengen muss mein gelerntes umzusetzen und nicht wieder meine Maske aufzusetzen. Meine Maske hat Urlaub. Urlaub für immer. Sie ist existiert nur noch auf meinem Oberarm und in meiner Vergangenheit. 36 Tage kämpfe ich mit mir selbst. Jeden Tag aufs neue stehen wir im Ring. Manchmal bin ich stärker. Manchmal ist mein Kopf auch stärker. Oder mein Herz. Ich weiß es nicht. Manchmal habe ich Tage an denen ich zerbrechen möchte. Ich fühle mich so schrecklich einsam. Verloren. Hilflos. Mir erscheint alles grau. Die ganze Welt. In meiner Welt ist alles heile.